ſogar inem eines
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Kindes Hand empfangen. Aber es nährte mich dennoch mit ſeiner Kraft und wurde ein Theil meines Lebens, erzeugte neue Kräfte und eine neue Anſchauung. Während Deiner Abweſenheit wurde mir das klar, und ich habe mich ſeitdem nach dem Augenblick geſehnt, wo ich es Dir ſagen könnte. Dank ſei Gott, der mir heute erlaubt zu Dir zu ſagen: Freue Dich, meine Tochter! Deine Liebe und Deine Geduld haben den Sieg errungen. Dein Glaube, Deine Hoffnung, Deine Liebe ſind auch die meinigen. Steh auf, mein Kind, und laß uns gemeinſchaftlich Gott danken.“
Roſa hatte den Worten ihres Vaters gelauſcht, wie man einer ſchönen geliebten Muſik lauſcht, deren Sinn man zu erfaſſen ſucht und endlich mit Ver⸗ gnügen wieder erkennt. Es war, als würde ein Deckel von ihrer Seele gehoben, und mit einem Strom von Thränen warf ſie ſich in ihres Vaters Bruſt. Da beichtete ſie jetzt auch, was in den letzten Jahren und zumal in der letzten Zeit ihres Herzens Kampf und Qual ausgemacht hatte; und mit jedem Wort ſchien ihr Bewußtſein ſich neu zu beleben, und die Schatten, die ihre Seele umſchloßen, ſchienen immer mehr zu weichen.
„Und jetzt, Vater,“ fuhr ſie fort,„bin ich als eine arme Schiffbrüchige zu Dir gekommen. Aber nimm mich wie früher in's Innerſte Deines Lebens auf, und Geſundheit, Kraft und Freude werden mir wiederkehren. Du ſiehſt es, ich habe in der weiten Welt Niemand lieber als Dich. Du wollteſt mich entfernen— es geſchah aus Liebe, und ich fürchtete das. Aber Gott wollte es nicht. Jetzt


