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Krankenbett ſeiner Tochter empfand. Alle Pflege, welche Liebe und Wiſſenſchaft vetleihen können, wurde ihr reichlich zu Theil, aber man ſchien ver⸗ gebens gegen den Dämon der Krankheit zu kämpfen. Wilde Fieberphantaſien erſchütterten Seele und Leib des jungen Mädchens, und Roſa mußte von Neuem die Gefühle und Scenen durchleben, die ſo gewalt⸗ ſam in ihr Leben eingegriffen hatten.
Sie ſah ſich in tropiſchen Ländern, voll von glänzenden Früchten und bezaubernden Hainen, und ſie beſchrieb dieſelben mit Entzücken. Dann war ſie von wilden Thieren, von giftigen ziſchenden Schlan⸗ gen umgeben. Sie floh vor ihnen, aber die Thiere verfolgten ſie. Der heiße Wüuſtenſand hemmte ihre Tritte. Sie rief ihren Vater. Aber er antwortete ihr nicht, und immer näher und näher hörte ſie die brüllenden Löwen, die ziſchenden Schlangen.
Sie ſtand am Fuß eines Felſen, und der Fels ſtand in der weiten wilden Wüſte. Ihre Rettung hing davon ab, daß ſie ihn erklettern konnte. Sie fühlte es und arbeitete ſich muthig empor. Die Schlangen und die andern wilden Thiere ſtreckten ihre
blutdürſtigen Zungen nach ihr aus. Sie ſtieg hin⸗
auf, aber der Wind wehte brennend über ſie und der Sand der Wüſte umwirbelte ſie. Auf der Höhe angekommen ſank ſie bewußtlos nieder.
Als ſie wieder erwachte, war die Scene ver⸗ ändert. Sie wanderte über ein eisbedecktes Meer, und neben ihr gingen ſtille geſpenſtiſche Geſtalten. Sie litt von Hunger und Kälte. Sie ſah ihres Vaters Haus am Ufer und ſie rief und bat ihn, er
möchte ihr doch die Thüre öffnen und ſie wieder
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