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ſchwerten den Marſch. Gegen die Gefahr dadurch irregeführt oder aus der Richtung gebracht zu wer⸗ den, ſchützte Wallin durch häufiges Viſiren, indem er den Compaß auf das Eis ſtellte.
Jetzt fühlte man keinen ſonderlichen Hunger mehr, der Leib war es gleichſam müde geworden an ſein Bedürfniß zu erinnern. Auch hatte man jetzt kein eigentliches Gefühl von Ermattung. Der Körper war ſo zu ſagen zu einem todten Mechanis⸗ mus heruntergekommen. Beim Einen und Andern hatte bereits alles Gefühl in den Beinen aufgehört. Die Schweigſamkeit blieb ſich gleich. Der Gedanken⸗ flug wurde immer matter. Zuweilen meinte man bereits todt zu ſein. Zuweilen ſuchte man den Ge⸗ danken zu erfaſſen, daß die Abſicht der Vorſehung bei dieſem langwierigen Leiden eine endliche Ret⸗ tung ſei.
Und ſo kam wieder eine Nacht und ein Tag, der 2. Februar. Aber noch kein Land, nur Eis, Eis, Eis! Man mußte den Schlitten möglichſt er⸗ leichtern. Man mußte ſogar ſich ſelbſt ſo ſehr als möglich von der Schwere ſeiner eigenen Kleider be⸗ freien. Verſchiedene bisher mitgeführte Kleidungs⸗ ſtücke wurden in einen Sack geſteckt, und dieſer Sack wurde auf einen Eisberg gelegt. So konnte er als eine Art von Seezeichen dienen. Roſa wollte auch ihren Nachtſack zurücklaſſen. Aber dieß wurde ihr hartnäckig verweigert. Nicht einen Augenblick fiel es dieſen abgehärteten Gemüthern ein ſich der Ver⸗ zweiflung zu überlaſſen. Beſtändige Umſicht war das Loſungswort. Bis in den Tod wollte man um ſein Leben kämpfen. Roſa, die ſich jetzt ſchwach


