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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
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ſchweren Poſtfelleiſen und an die möglichen Gefah⸗ ren, gegen die man in der Dunkelheit weniger Schutz beſaß, veranlaßte den Beſchluß die Dämmerung ab⸗ zuwarten. Wahlgren, der in Toffta Verwandte und Bekannte hatte, begab ſich gleichwohl weg, um wo⸗ möglich das Ufer zu erreichen und Nahrung herbei⸗ zuſchaffen. Der Wittwe Sohn, der junge Löfqviſt, begleitete ihn. Wahlgren, der mit einem Boots⸗ haken den Weg vor ſich her beſtändig ſondirte, war inzwiſchen noch nicht weit gekommen, als er aus dem Hinabgleiten ſeines Hakens erſah, daß er ſich am Rande einer Wake befand. Er rief dieß ſeinen Cameraden zu und kehrte nach dem Boot zurück. Löfqviſt, der mit ihm umkehrte, fiel, als er an das Boot kam, auf dem Eiſe nieder. Eine unheimliche Ahnung durchbebte die Herzen der Uebrigen, aber Keiner ſagte etwas. Von dem Jüngling dagegen hörte man einige unzuſammenhängende Worte, unter denen man nur:„Meine arme Mutter, meine Ge⸗ ſchwiſter!“ verſtand. Bald erhob er ſich jedoch und ſtieg ohne Hilfe in's Boot.

Wenige Augenblicke ſpäter und, wie es ſchien, ohne Schmerzen beſchloß der junge Löfqviſt ſein Le⸗ ben. Sein Leichnam wurde neben den des Geſellen gelegt. Die Gebete des bebenden Mutterherzens und der ſchutzloſen Geſchwiſter für die Rettung des geliebten Sohnes und Bruders waren erhört wor⸗ den, aber auf dieſe Weiſe.

Nach einer langen, finſtern Winternacht begann der Tag des 30. Januar zu grauen. Ungeduldig richteten ſich die forſchenden Blicke nach dem, wie man ſicher glaubte, nahen Ufer.

Bremer, Vater u. Tochter. 14