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Aber von da ließ ſich keine Hilfe erwarten, das ſah man wohl ein. Nächſt Gott war es nur die eigene Anſtrengung und Umſicht, die Rettung bringen konnte. Und raſtlos, raſtlos arbeitete man weiter, bis wiederum eine finſtere, unheimliche Winternacht die abgehärteten Kämpfer und das junge Mädchen einhüllte und die theuren Häuſer ihren Blicken entzog.
Die Nacht durfte die Arbeit nicht unterbrechen, obſchon ſie dieſelbe erſchwerte. Die Waken, die Spalten und Löcher im Eis wurden durch die Fin⸗ ſterniß verborgen.
Die Größe der Gefahr, worin unſere Reiſenden ſchwebten, ſieht nur derjenige ein, der es ſelbſt er⸗ fahren hat, wie ſchwer oder unmöglich es für ein Boot iſt, ſich durch tiefen Eisgraus oder zwiſchen ſchwimmenden Eisſchollen durchzuarbeiten. Der Mundvorrath, welchem unſere Schiffer bei den hei⸗ teren Ausſichten des geſtrigen Tages etwas unbe⸗ dachtſam zugeſprochen hatten, begann jetzt auf die Neige zu gehen. Er war bloß auf zwei Tage be⸗ rechnet, denn man glaubte wie geſagt an eine glück⸗ liche Ueberfahrt. Der wenige Branntwein war auch bereits ausgetheilt und genoſſen. Auch Trinkwaſſer war keines mehr vorhanden. Man löſchte den Durſt mit Seewaſſer oder mit ſolchem Waſſer, das ſich in den Eislöchern geſammelt hatte. Das letzte was Roſa noch als Proviant beſaß, war ein Kuchen, den ſie heimbringen wollte; jetzt aber vertheilte ſie ihn unter ihre Reiſegefährten.
Der 29. Januar zeigte unſern Eisfahrern die Unmöglichkeit nach Weſtergarn zu gelangen⸗ Man


