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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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tigt ſelbſt mit Allgott nach Wisby zu fahren, um Dich abzuholen. Ich habe noch kein einziges Wört⸗ chen von meiner eigenen Freude über Deine Rück⸗ kehr geſagt, und doch iſt ſie doppelt ſo ſtark als die von allen Andern, denn ich freue mich ſowohl um meiner ſelbſt als um meiner guten Cora willen;

ſie weint, wenn von Dir die Rede iſt, und bildet

ſich ein, Du ſeieſt nicht recht geſund. Aber ich ſage, wenn es ſo wäre, ſo müſſeſt Du mein Mittel ge⸗ brauchen, und das werde Dich bald curiren. Mich wirſt Du gealtert finden, Malakoff gefallen und Se⸗ baſtopol im Begriff nachzufolgen, ſo daß es mit

dem harten Brod für mich zu Ende iſt. Aber ſo

falle mit der Zeit alle unſere irdiſchen Feſtungen, mein Liebchen, und wir werden dadurch um ſo fer⸗ tiger zur letzten Reiſe, und gegen das Alter gibt es kein Mittel. Aber wenn das Herz jung iſt, ſo empfindet man es nicht ſchwer, und ſo geht es auch Deiner altjungen, treu ergebenen Tante Karin.“

Mehrere Billetchen lagen im Brief der Probſtin; es war ein förmlicher Chorus von Bewillkommnungs⸗ grüßen aus der Heimath, und mit inniger Rührung las Roſa folgende, mit großen und ungleichen Zügen geſchriebene Worte ihres Vaters:

„Meine Tochter, meiner Augen Troſt! Sei tau⸗

ſendmal willkommen Deinem nach Dir verlangenden Vater und Freund Severin Norrby.“ Roſa küßte dieſe Zeilen unter Thränen und legte ſie an ihr Herz. Es war ihr, als ginge ein be⸗ ruhigender, heilender Balſam von ihnen aus.

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