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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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Herzchen,“ ſchrieb die Probſtin Carlander,„und ganz beſonders Dein Vater, obſchon er nicht viel davon ſagt; aber er zählt die Tage und rechnet immer, wann Du wohl wieder daſein könneſt. Es iſt eine wunderliche Veränderung mit ihm vorgegangen. Er iſt lebhafter, freundlicher, geſprächiger als früher, aber auch unruhiger. Ich glaube, daß das von der

die Augen auf, als ſuchte er etwas weit Entfern⸗ tes zu ſehen. Er hat auch für Axel ein Zimmer im Hauſe einrichten laſſen und erwartet, daß er Dir in Bälde hieher folge. Und er fragt beſtändig, ob wir das Eine oder Andere, was er(Axel) oder Du gerne eſſen, in Bereitſchaft haben. Schaff Dir alſo womöglich einen guten Appetit an, mein Püppchen, bis Du heimkommſt. Denn es wird hier weder am Maſtkalb noch an Auſtern, noch an Torten und Bierwürzenbrod, noch an Meth, noch an ſonſt etwas Gutem ſehlen. Man könnte meinen, es werde hier zu einer Hochzeit gerüſtet. Ueberdieß haben wir die Weihnachtsfeier bis zu Deiner Rückkehr verſchoben. Die Mädchen wollen Dich mit allerlei kleinen Ar⸗ beiten und die Jungen mit Gottländer Nüſſen, Feuerwerk, Illumination und dergleichen überroſchen, ſo daß Du alſo ungeheuer willkommen ſein wirſt, mein Kind. Es hat jetzt ſeit einigen Tagen ſtark geſchneit, und Dein Vater geht jeden Tag mit All⸗ gott und ſchaufelt den Schnee auf dem Weg ab, auf dem Du kommen mußt, und dann geht er darauf hin und her, als ob er Dich erwartete; er bekommt wahrlich keine Ruhe, bis Du da biſt. Er beabſich⸗