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Die Reiſe: ein Winterſtück.
Aber als ſie durch die ewig grünen Tannenwäl⸗ der, über die ſchneebedeckten Seen und Wälder fuhr und ihren friſchen Hauch auf der Stirne fühlte, als ſie das Rauſchen der Fichten wieder hörte und Uferf und Gegenden gleichſam entfliehen ſah, während ſie
auf glatter Schlittbahn mit klingenden Schellen, von †
raſchen Rennern gezogen, immer weiter und weiter von Stockholm hinweg ihrer Heimath zueilte, da wurde es ihr leichter zu Muthe und das Fieber in ihrem Blute ließ nach. Sie ſagte beſtändig zu ſich: „Ich reiſe heim zu meinem Vater, zu meinem Vater! Bin ich einmal bei ihm, ſo wird Alles gut werden.“ Und die raſche Fahrt, die rauſchenden Wälder, die klingenden Schellen ſchienen jubelnd einzuſtimmen.
So kam Roſa nach Calmar. Sie reiste in Ge⸗ ſellſchaft einiger Bekannten aus Wisby, eines Herrn und einer Dame, die von Stockholm nach Gottland zurückkehren wollten. Man ſollte, wie gewöhnlich im Winter, wo alle directe Verbindung zwiſchen Stockholm und Gottland abgebrochen iſt, von Calmar nach Deland hinüberfahren, und von Oeland mit dem Poſtboot nach Gottland. Noch war das Meer eisfrei zwiſchen dem feſten Land und Oeland; es) blies ein friſcher und günſtiger Wind, der Himmel war klar, die Kälte nicht ſtark, die Ueberfahrt ſchien glücklich ausfallen zu müſſen.
In Calmar traf Roſa Briefe, die ihre Sehnſucht nach Hauſe wo möglich verdoppelten.
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