gen und uns bald ſelbſt mit dem größten Unglück vertraut zu machen.“
„Man nmuß ſich alſo ſeinem Schickſal unterwer⸗ fen, ſich ſo wenig als möglich darüber beklagen und all die Vortheile ergreifen, die es in ſeinem Gefolge haben kann. Keine Lage iſt ſo hart, daß die Ver⸗ nunft nicht einen Troſt zu finden vermöchte. Die Vernunft beſiegt alle Schwierigkeiten, für ſie gibt es nichts Hartes, nichts Enges: ſie kann Alles erwei⸗ tern und erweichen. Eine Laſt drückt weniger, wenn man ſie recht zu tragen verſteht.“
„Nicht an den Weiſen iſt dieſe Rede gerichtet, ſondern an diejenigen, die noch Unvollkommenheiten haben, und deren Gleichgewicht ſchlecht feſtgeſtellt iſt. Der Weiſe geht nicht mit Angſt oder mit unſichern Schritten einher. Voll Selbſtvertrauen, wankt er nicht in ſeinem Gang gegen das Geſchick und weicht ihm nicht aus. Und woher ſollte auch das Schickſal die Macht haben ſich furchtbar zu machen? Alles was er beſitzt, ſeine ganze Perſon iſt in ſeinen Augen nichts Anderes als ein unſicheres Gut. Er betrachtet das Leben nur als ein Anlehen, das er demjenigen, der es zurückfordert, wieder zu erſtatten bereit iſt. Gleichwohl verachtet er ſich nicht darum, weil er weiß, daß er nicht ſich ſelbſt gehört. Im Gegentheil wird er über ſeine Erhaltung wachen, wie ein ehrlicher und gewiſſenhafter Mann über ein anvertrautes Gut. Wenn die Stunde der Zurück⸗ gabe ſchlägt, wird er mit dem Schickſal nicht hadern, ſondern zu ihm ſagen: Ich danke Dir für das was
Du n dings ſtehe Dun behalt meine Dir;
abruft, gen: gegebe zurückn
Lectüre ſcheinbe chen ir dem e Ruhe
dieſen ſehnt,


