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ten, und zuletzt ihre zunehmende Kränklichkeit ſowie Sehnſucht nach einer freundlichen Geſellſchaft im Hauſe, nachdem ihre einzige Tochter ſich verheirathet hatte und weit weggezogen war, als Grund geltend gemacht. Sie hoffe überdieß, ſchrieb ſie, daß ihr Haus Roſa angenehm ſein werde, denn das Mäd⸗ chen bekomme da gute Muſik zu hören und könne viele intereſſante Perſonen kennen lernen; ſie hoffe es ſo einrichten zu können, daß Roſa es nie bereven werde, wenn ſie ihrer alten Freundin die große Freude bereite ihren Liebling wieder zu ſehen und eine kurze Zeit, wenigſtens einen Herbſt und einen Winter lang, zu beſitzen. Im Frühjahr ſtehe es Roſa frei zu ihren Hainen zurückzukehren, wenn ſie wolle. Die Jugendfreundin von Roſa's Mutter verlange bloß einen Winter hindurch ihre Tochter, ihre vielgeliebte Roſa zu beſitzen.
Wir haben geſehen, welche Bilder dieſe Ein⸗ ladung im Gemüth des lebensfriſchen, jungen Mäd⸗ chens geweckt, und wie dieſelben nebſt dem Gefühl dankbarer Ergebenheit, das ſie ihrer Tante bewahrt, ſie zur Annahme veranlaßt hatten. Aber ihr Ver⸗ gnügen dabei war nicht ungemiſcht. Roſa war im elterlichen Hauſe und beſonders bei ihrem Vater zu glücklich geweſen, als daß ſie die Trennung nicht ſchmerzlich empfunden hätte, und dieſes Gefühl wurde durch die Wahrnehmung geſteigert, daß ihr Vater in den letzten Tagen vor der Abreiſe ernſter und auch bläſſer geworden war als früher. Unruhige Fragen ſtiegen in ihrem Herzen auf: war er un⸗ zufrieden mit ihr oder mit ihrer Abreiſe? war es dann recht, wenn ſie die Reiſe unternahm und ſich
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