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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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tet, wie auch ihr Capital theilweiſe durch Zuſchüſſe aus eigenen Mitteln vergrößert hatte, ſo daß Roſa jetzt ein Vermögen beſaß, das für ein unabhängiges, wiewohl anſpruchsloſes Leben ausreichte. Und das erfreute des edlen Vaters Herz und gab der Tochter allerlei fröhliche Gedanken und Pläne ein. Vom Mittagsmahl ſagen wir bloß, daß es der Probſtin viele Mühe, aber auch viele Ehre machte(daſſelbe gilt von Petterſon und ſeinem Genie, das jetzt mancherlei Dienſte leiſten mußte), daß einige Herren aus der Stadt dazu geladen waren und zur allge⸗ meinen Munterkeit beitrugen, daß Geſundheiten ge⸗ trunken, Lieder geſungen wurden nach alter, ſchwe⸗ Sitte, auf welche Lector Norrby große Stücke ielt. Der Nachmittagscaffee wurde auf der Wieſe unter der großen Eiche am Eingang zu den Hai⸗ nen getrunken, und Roſa ſpielte und tanzte da⸗ ſelbſt den ganzen Mittag mit ihren kleinen Vettern und einigen Freunden von ihnen, denn Roſa und auch ihr Bruder waren große Kinderfreunde. Und jetzt laſſen wir das Corps ſammt ſeinen Hilfstruppen ein reichliches Abendbrod einnehmen und die Prob⸗ ſtin Carlander nebſt Petterſon die übrig gebliebenen Vorräthe ſammeln und einpacken, wir ſelbſt aber wollen Roſa und ihrem Vater folgen, die im Frie⸗ den des Abends Arm in Arm durch die jetzt ſtillen Haine die Anhöhe hinauf wandeln, wo das Mädchen am Morgen das Meer und das neue Leben begrüßt hat, das ſich ihr mit dieſem Tage er⸗ öffnet. Jetzt iſt die Ruhe des Abends uͤber ihr Gemüth

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