Bruſt und flüſtert:„Freiheit! Freiheit!“ Und wenn die Vögel ihre Flügel über ihrem Haupte ausbrei⸗ ten, ſingt ſie jubelnd mit ihnen:„Freiheit! Frei⸗ heit!“ Die Haine ſäuſeln:
Ahorn, Ulm und Linde
Säuſeln ſtill im Winde,
Neigen ſich im Winde.
Ihre jungen Blätter klatſchen in die Hände
über das junge Menſchenweſen, das leicht wie eine
Hreade auf beſchwingten Füßen durch die Haine ſchwebt, da und dort wie im Tanz die Stämme der Bäume umfaſſend, deren Zweige ihr Haupt umſäuſeln.
So ſchwebt ſie aus der Umarmung der Bäume, aus dem Schooß der Haine hervor und auf eine Wohnung zu, die lange von den Bäumen verborgen wird, endlich aber auf einer Terraſſe ein kleines Stück außerhalb der Haine zum Vorſchein kommt. Durch offene Thüren ſieht man in einem geräumigen Saal einen großen Frühſtückstiſch gedeckt und um denſelben eine Gruppe von älteren und jüngeren Menſchen, die Alle auf die Wandererin aus den Hainen zu warten ſcheinen, denn Alle ſehen ihr entgegen und Alle gehen ihr entgegen, als ſie kommt, und Alle haben Blumenſträuße in den Hän⸗ den und Alle rufen jubelnd:„Roſa! Roſa!“
Und Roſa iſt jetzt unter ihnen wie der Weſt⸗ wind unter den Blumen; ſie umarmt und küßt Alle in einer Art von Freuden⸗ und Liebesrauſch
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