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ſich brechen. Und am Strand entlang ſind wieder Haine und Wieſen, worauf Vieh waidet, da und dort eine Klippe, einige freundliche Menſchenwohnun— gen, Alles friedlich und niedlich, denn ſchön iſt das Land, das wir das Auge der Oſtſee nennen, ja paradieſiſch ſchön. Und glaubſt Du mir's nicht, ſo reiſe ſelbſt hin und ſchau. Das junge Mädchen auf der Anhöhe ſucht in ihrer Seele das ganze herr⸗ liche Bild zu erfaſſen, vom grenzenloſen Meer an bis zu den idylliſchen Gemälden unter ihren Füßen, bis zu den Blumen und Bäumen, die ſie umgeben. Friſche Seewinde umkoſen ſie, der lichterfüllte Him⸗ mel ſtrahlt über ihr; ihre eigene Zukunft ſpricht daraus zu ihr, es iſt beinahe zu viel, als daß ein junges Menſchenherz es beherbergen könnte. Auch wird ſie davon überwältigt, und nachdem ſie Hände und Augen in ſtummem Dank zum Himmel er⸗ hoben, ſinkt ſie auf die Kniee und neigt das Haupt in ihre Hände in einem Gebet ohne Worte, außer einem einzigen, und dieſes lautet:„Vater! Vater!“
Dieſes Wort ruft eine neue Eingebung hervor: es richtet ſie auf, und nachdem ſie noch einmal einen großen, umfaſſenden Blick auf die herrliche Ausſicht vor ihr geheftet, wendet ſie ſich gegen die Haine im Thal zurück.
Aber ihr Gang gleicht jetzt mehr einem Flug, ihre Arme heben ſich über den Körper empor, als wollten ſie zu Flügeln werden, ihre Wangen färben ſich wie von Flammen der Morgenröthe, melodiſche Töne ſtrömen über ihre lächelnden, halb geöffneten Lippen, und da, wo die Baumzweige ſich zu ihr hinabſenken, drückt ſie dieſelben an Stirne und Bremer, Vater u. Tochter. 3


