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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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in ein Thal hinab und von da eine baumbewachſene Anhöhe hinauf führt, fortwährend durch Haine. Es iſt ein junges Mädchen, das herankommt; ihr Kleid iſt weiß, und obſchon ihre Wangen wie von einer innern tiefen Bewegung blaß ſcheinen, ſo ſtrahlen doch ihre Augen von bewundernder Freude, während ſie um ſich ſchauen in den Sälen der Haine, die ſich bald öffnen, bald wie zur Umarmung um ſie her ſchließen, auf die Bäume, die im Morgenwind ſäu⸗ ſelnd wie zum Gruß ihre Wipfel über ſie neigen, auf das Gras und die Blumen, die glänzen und duften, indeß die Sonne ihren Thau wegküßt, auf die Vögel, die ihre Jungen fliegen lehren und ihnen voran ſelbſt von Zweig zu Zweig, von Baum zu Baum flattern; ſie ſcheint zu belauſchen, was die Zungen der Natur von der Güte des Schöpfers ſagen, und ihre Lippen flüſtern Worte der Lob⸗ preiſung. Jetzt beginnt der Pfad aufwärts zu gehen, und ihr Gang wird immer haſtiger, ihre Wangen färben ſich höher, während ſie den Hügel hinan⸗ eilt, der das Thal ſchließt und ſeine Ausſicht be⸗ grenzt.

Oben angelangt bleibt ſie ſtehen. Ein Freuden⸗ ſchrei zittert melodiſch durch die Luft, und das junge Mädchen breitet die Arme aus, als wollte ſie die Welt umfangen. Denn das Meer iſt es was ſie ſieht, das große, freie, blauende Meer, das die Erde, die ſchöne, blühende Erde im Halbkreis umſchließt. Es leuchtet und ſchimmert im Licht der Morgen⸗ ſonne, und weiße Segel fliegen darüber hin zwiſchen dem weiten Horizont und dem Strand unter den Füßen des jungen Mädchens, wo die Wogen brauſend

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