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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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ſein; Du biſt fortan nur noch vor dem Richter⸗ ſtuhl Deines Gewiſſens und vor demjenigen ver⸗ antwortlich, der es Dir gegeben hat, und deſſen Stimme darin mit dem Recht ewiger Geſetze ſpricht. Höre allzeit auf dieſe Stimme, mein Kind, auch wenn ſie leiſe ſpricht, und höre auf die Worte der Weiſen, die wir heute Abend vernahmen, ſtelle Dich beim Gedanken an den Tod auf die Seite der gro⸗ ßen Todten, und Du wirſt Dich nicht leicht verirren unter die Irrlichter der Welt, wirſt Dich nicht leicht über den rechten Weg täuſchen.

Noch ein Wort; Du biſt von der Natur auch körperlich gut ausgeſtattet worden, mein Kind, und dieſe Naturgaben habe ich gepflegt und zu entwickeln geſucht; ich wollte, daß Du Gefallen an Deinem Daſein haben und auch Andern gefallen ſollteſt. Dieß war meine Vaterpflicht. Es iſt mir gelungen. Aber ich achte es nur dann für ein Glück, wenn Du dieſe Anmuth auf edle Weiſe anwendeſt, denn ſonſt würde ſie mehr ſchaden als nützen. Laß auch dieſe äußern Gaben Dir heilig ſein, meine Tochter. Loß auch Deinen Körper Dir gleichſam einen Tempel ſein, welchen Du nicht durch niedrige Lüſte oder Begier⸗ den entheiligen darfſt. Laß Deine weibliche und wohl⸗ erlaubte Neigung zu gefallen nicht in Gefallſucht aus⸗ arten, welche die erbärmlichſte Krankheit einer Men⸗ ſchenſeele iſt. Und wenn je die Welt oder Deine eigene Schwäche Dich dazu verlockt, dann, mein Kind, denke an das, was wir heute Abend, den letzten Abend Deiner Unmündigkeit, im väterlichen Hauſe mit einander geſprochen haben.

Es beginnt jetzt ſpät zu werden, und Du mußt

Haupt i und mit aufſchäu Vater! ihnen. All jetzt ein zänkiſche Roſa, w mir nie iſt? Da