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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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habe Dich durch Deine Erziehung vorbereiten wollen, Dein Recht zu verſtehen und zu gebrauchen, und ich bin Dir deßhalb oft ein ſtrenger Vater geweſen...

Nein, nein, fiel Roſa eifrig ein,nicht ſtreng, ſondern ernſt, gerecht und gütig!

Ja ſtreng, mein Kind, wiederholte der Vater, obſchon Du es nicht zugeſtehen willſt. Ich weiß dieß am beſten daher, weil es mich manchmal ſo ſchwer angekommen iſt. Aber ich ſah bei Dir ein mächtig ſchwellendes Leben von Gefühl, Begierde, Willen, und Du mußteſt Dich bezwingen oder dieſe unbezähmten Kräfte unter ein höheres Geſetz, einen höheren Willen ordnen lernen, wenn ſie Dich nicht unglücklich oder, was noch ſchlimmer iſt, verächtlich machen ſollten. Und dieß konnte nicht ohne Kampf und Schmerz geſchehen. Es war nothwendig zu Deinem Beſten, um Deiner Zukunft willen. Und darum mußte ich zuweilen ſtreng ſein. Aber ſage mir, mein Kind, haſt Du mich jemals unvernünftig oder ungerecht gefunden?

Nie, nie! rief das junge Mädchen mit Wärme, auch in Deiner Strenge, in Deinem Ernſt erkannte ich Deine Liebe, verehrte ich Deinen Rechtsſinn, Deine Verehrung für das höchſte Gut. Und immer ſah ich ſpäter ein, daß Du zu meinem wahren Beſten gehandelt hatteſt.

Wenigſtens habe ich gewiſſenhaft darnach ge⸗ ſtrebt, dieſes Zeugniß kann ich mir geben, verſetzte Lector Norrby.Ich habe nicht wie ſo mancher

Vater in meiner Tochter, ſo lang ſie klein war, bloß

eine Puppe, ein Spielzeug für mein Vergnügen, und nachdem ſie herangewachſen war, eine Dienerin

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