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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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Körper jeden Augenblick, wenn es ſein muß; zu verlaſſen, um entweder zu erlöſchen und ſich zu zer⸗ ſtreuen, oder abgeſondert fortzubeſtehen; ich ſage Größe durch ihre eigenen Gedanken, nicht mit einem kindlichen Entzücken wie die Chriſten, ſondern mit Urtheil und Ernſt und ſo, daß ihre Gefühle in die Seele eines Andern übergehen können, ohne daß

man ſich zum Theaterhelden macht.

Was ſtirbt, verliert ſich nicht aus der Welt, ſondern bleibt zurück, um verwandelt und folglich in ſeine Elemente aufgelöst zu werden, welche ſo⸗ wohl der Welt als ihm ſelbſt angehören. Aber alle dieſe Elemente verändern ihre Geſtalt und mur⸗ ren nicht.

Vergeßt nicht, wie mancher Arzt geſtorben iſt, der ſeine Brauen gerunzelt und an den Betten ſei⸗ ner Patienten weiſe dreingeſchaut; wie mancher Sterndeuter, der zungenfertig Andern den Tod pro⸗ phezeit; wie mancher Philoſoph, der mit unendlicher Zuverſicht eine Unendlichkeit von Syſtemen über den Tod und die Unſterblichkeit bekannt gemacht; wie mancher namhafte Held, der eine Maſſe von Feinden getödtet; wie mancher Tyrann, der mit ſchrecklicher Grauſamkeit ſeine Macht über das Leben ſeiner Unterthanen mißbraucht hatte, als ob er ſelbſt für den Tod unzugänglich wäre; wie ſo zu ſagen ganze Städte geſtorben ſind, z. B. Helice, Pompeji, Herculanum und viele andere. Ach, man darf nie