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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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Durch ſolche Vorſtellungen, mein Scipid denn dieß war es ja, worüber Du Dich mit Lälius zu wundern pflegteſt wird mir mein Alter leicht und nicht nur nicht beſchwerlich, ſondern ſogar an⸗ genehm. Wenn ich auch in meinem Glauben an die Unſterblichkeit der Seele irre, ſo irre ich gerne und ich mag mir dieſen Irrthum, an dem ich Ver⸗ gnügen finde, nicht gewaltſam entreißen laſſen. Wenn nach dem Tode, wie einige unbedeutende Philoſophen glauben, mein Bewußtſein aufhört, ſo habe ich doch nicht zu befürchten, daß die Philoſo⸗ phen nach ihrem Tode dieſen meinen Irrthum ſpöt⸗ tiſch belächeln. Sind wir aber auch nicht unſterb⸗ lichen Weſens, ſo iſt es für den Menſchen doch wünſchenswerth, daß ſein Leben zu ſeiner Zeit auf⸗ höre. Denn die Natur hat, wie Allem, ſo auch dem Leben ſein Ziel geſetzt. Das Alter aber führt das Leben wie ein Schauſpiel zum Schluß. Wir müſſen es zu vermeiden ſuchen, daß dieſes Spiel ermüde, beſonders wenn wir ſatt ſind.

Dieß ſind meine Gedanken über das Greiſen⸗ alter, die ich Euch mittheilen konnte. Möchtet Ihr doch dieſes Alter erreichen, damit Ihr das, was Ihr aus meinem Munde vernommen, durch eigene Er⸗ fahrung beſtätigen könntet!

Hier hielt die junge Leſerin einen Augenblick inne, fuhr aber dann fort:

Höre jetzt auch was ich aus Mare Aurels Ge⸗ danken über den Tod überſetzt habe: Welche Größe der Seele, die bereit iſt den