Druckschrift 
Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Greiſe verden rieden, m auf en zu ht viel it und ngen? ärliche ſo auf vürde, un die würde mehr

Ja! Ruhe deſto daß ſehen rgeht, fühle ie ich ünſche die en ich habe. mnicht ch Ko⸗ Gott r wie⸗ Wiege eigern.

.

13

Es läge ja nicht in meinem Wunſche, nach vollen⸗ deter Laufbahn vom Ziel wieder an die Schranken zurückgeführt zu werden. Welches ſind denn die Gemächlichkeiten des Lebens? Sind es nicht viel⸗ mehr Mühſeligkeiten? Aber mag es auch Gemäch⸗ lichkeiten haben, ſo hat es doch auch ſeine Sättigung, ſein Maß und Ziel. Ich zwar mag das Leben nicht bejammern, wie es ſchon viele und gelehrte Männer gethan haben; auch iſt es mir nicht leid, gelebt zu haben; denn ich habe ſo gelebt, daß ich glaube, nicht umſonſt geboren worden zu ſein; und ich ſcheide aus dem Leben, wie aus einem Gaſthauſe, nicht wie aus einem eigentlichen Wohnhauſe. Denn nach der Be⸗ ſtimmung der Natur ſollen wir hienieden nur eine Zeitlang einkehren, nicht aber eine bleibende Wohn⸗ ſtätte haben. O des herrlichen Tages, wo ich aus dieſem Gewühle und Schlamme der Welt ſcheiden, und in jene göttliche Verſammlung und Geſellſchaft der Geiſter übergehen werde! Denn ich komme dann nicht allein zu den Männern, von denen ich oben geſprochen, ſondern auch zu meinem Cato, dem edel⸗ ſten Menſchen, dem zärtlichſten Sohne, zu ihm, deſſen Leichnam ich verbrannte; ein Dienſt, den freilich er dem meinigen hätte erweiſen ſollen. Doch ſein Geiſt, nicht entweichend, ſondern öfters nach mir ſich um⸗ ſehend, iſt gewiß in jene Gefilde gewandert, wohin, wie er wohl vorausſah, auch ich kommen werde. Wenn ich den Unfall ſeines Todes ſtandhaft zu er⸗ tragen ſchien, ſo geſchah dieß nicht ſo ganz mit eigentlicher Gelaſſenheit; ſondern ich tröſtete mich mit dem Glauben, daß dieſe Trennung und Schei⸗ dung nicht von langer Dauer ſein werde.