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von der Welt als ihr Lichtbringer begrüßt worden. Weit größer iſt die Anzahl Derjenigen, welche für dieſe ſtillen, redlichen Arbeiter bloß den Weg bah⸗ nen, ſelbſt aber niemale die Ehre und den Glanz genießen, die den Erſteren zu Theil werden. Da⸗ gegen theilen ſie mit ihnen die Glückſeligkeit zu ſuchen und zu finden, zu arbeiten für die Wahrheit, für die Vollendung in demjenigen Theil, den ſie zum ihrigen gemacht haben. Der einſame Denker weiß, daß kommende Geſchlechter ſich von der Frucht ſei⸗ ner Arbeit, ſeiner ſtillen Nachtwachen nähren wer⸗ den; er weiß, daß er die Ankunft eines beſſern Tages für die Erde vorbereitet. Das iſt ſein Leben und ſein Lohn. Und iſt er auch arm und wenig angeſehen in der Welt, in ſeinem Arbeitsſtübchen fühlt er ſich reich, fühlt ſich als König eines großen Reiches.
In ein ſolches Zimmer laden wir jetzt den Leſer mit der Bitte, Augen und Ohren zu öffnen. Das Zimmer hat inzwiſchen eine Art von Schönheit, die in den Cabinetten der Gelehrten nicht gewöhnlich iſt, und juſt deßhalb fühlt man ſich hier ungemein wohl. Hier waltet nicht bloß Ordnung, ſondern auch eine gewiſſe Zierlichkeit. Oben auf den reich beſetzten Bücherſtändern ſehen wir Büſten von Weiſen der Vorzeit; wir ſchauen hinauf zu Pythagoras, Sokrates, Zeno, Homer. Auf dem einfachen grünen Teppich zeigt ſich kein Stäubchen, eben ſo wenig auf dem grünen Tuch, das einen großen runden Tiſch unge⸗ fähr mitten im Zimmer bedeckt. Auf einer Seite des Zimmers ſtehen nicht weit von einander zwei Schreibpulte, ein größerer und ein etwas kleinerer,


