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Adelaide ſah freudig und ahnungsreich zu ihrem Manne auf.„Ich glaube, ich verſtehe Dich,“ ſagte ſie. „Und wenn alle Brautpaare halten, was ſie vor Gott ge⸗ lobt, wie wir thun wollen, wenn endlich das ganze Men⸗ ſchengeſchlecht eine einzige heilige Familie ausmacht, dann wird die Stunde der Trauung zwiſchen Gott und ſeiner Erde kommen, und die glückliche Braut wird dann wie ich ſagen:„O, wie gut iſt Gott, gelobt ſei Gott!“
„O, wie gut iſt Gott! Gelobt ſei Gott!“ ſtimmte Graf Alarich mit Wärme ein und ſchloß die Gattin an ſeine Bruſt.
Da ſtonden ſie Beide fromm, gut und ſelig in irdiſcher und in himmliſcher Liebe vereinigt— Mann und Weib.
Wenn nun Jemand von meinen Leſern befürchten ſollte, daß eine Liebe, die ſich ſo gänzlich in die höch⸗ ſten Regionen des Lebens hinaufgelebt, das Zeitliche verabſäumen könnte— wenn eine bedachtſame, liebens⸗ würdige Leſerin äußern ſollte:„Während ſie daſtehen und ſprechen pour se former le coeur et l'esprit, wird der Kaffee kalt,“ ſo kann ich ehrfurchtsvollſt mittheilen, daß ſie trotz des Geſpräches am Fenſter denſelben noch ganz warm nebſt friſchem Zwieback bekamen;— und ich möchte hier gerne das Bild einer Hausfrau darſtellen, wie ich ſie an Adelaide ſah, der umſichtigen und wach⸗ ſamen, die ihr Auge überall hatte und doch Jeden in Frieden und Freiheit ſein Geſchäft beſorgen ließ;—


