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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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der ſorgſamen, die ihren einſamen Tiſch eben ſo ge⸗ ſchmackvoll ſchmückte, als ſie ihre Vorrathskammer in 6 zierlicher Ordnung hielt die auch im Allerkleinſten

für das Wohlbehagen ihres edlen Mannes Sorge trug, die ihr Geſinde in Ordnung und dabei in guter Laune zu erhalten wußte, die munter und vergnügt auch auf die unbedeutendſten Theile des Alltagslebens einging und denſelben Reiz und Poefie verlieh⸗

Reiz und Poeſie den Beſchäftigungen des Alltags⸗ lebens!!! rief ungläubig die Frau Großhändlerin Tungmin, und fing an mir ein Promemoria vom Backen, Brauen, Waſchen u. ſ. w. vorzuſeufzen.

Aber gleichwohl verhielt es ſich, wie ich geſagt habe; denn Ordnung, Güte und Freude waren kleine Hausgötter in Adelaiden's Wohnung, die über Alles wachten und zu Allem den Takt ſchlugen.

Und wodurch vermochte ſie dieſe hervorzuzaubern?

Dadurch, daß ſie glücklich und ihres Glückes wür⸗ dig war, duß ſie Denjenigen, den ſie hochachtete und mit dem ſie ihr Leben vereinigt hatte, lieben konnte, und die Liebe, dieſer Himmelsgaſt, vermag den ſchwer⸗ ſten Sauerteig des Lebens aufgehen zu machen.*)

Und jetzt, mein geliebter Leſer wenn ich dir ein anmuthigeres Gemälde bieten könnte, als das eines liebenden und glücklichen Paares, eines Familienlebens, eines Vorhofs zum Himmel, ſo würde ich es darzu⸗ ſtellen ſuchen, um dir eine Freude zu machen; da ich aber ſehe, daß ich hiezu nicht gut genug bin, ſo weg mit der Feder!

) Wertheſte Hausfrauen! Laſſet der Verfaſſerin die Gerechtigket widerfahren, zu glauben, daß ſie wohl weiß, daß ein recht ſchaffener Sauerteig von ſelbſt aufgeht, und nehmt, wenn ich bitten darf, dieſes Gleichniß nicht ganz vuchſtäblich,