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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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ſes herzliche Lachen, dieſen Ruf inniger Freude, wobei Unſchuld und Güte tagtäglich da capo rufen, und die das leichte, belebende Feuerwerk des Lebens ausmachen? Wo vernimmſt du ſie, alle dieſe unnennbaren kleinen Be⸗ haglichkeiten, die dem Zweck des Lebens einen erhöhten Reiz verleihen, wo anders, als in der edlen und glück⸗ lichen Familie? Und wo findeſt du, wie da, dieſes ſelbſt⸗ verläugnende Leben, dieſe reinen, unbeſungenen Aufopfe⸗ rungen für das gegenſeitige Wohl, dieſe treue und gehei⸗ ligte Liebe, welche ſich an das Erdenleben feſtknüpft und die Geiſter zum Himmel emporhebt wo, wenn nicht hier, findeſt du dieſe reine Glückſeligkeit, welche mitunter träumen macht, der Himmel habe nichts Schöneres zu bieten, als die Erde?

Fromme Seelen ſprechen vom Sterben, als von einem Heimgehen. Ihre Sehnſucht nach dem Himmel iſt für ſie daſſelbe, wie das Heimweh. Auch Jeſus zeigt uns die Wohnung der ewigen Glückſeligkeit unter dem

Bilde einer Heimath, einesVaterhauſes.

Sagt uns dieß nicht, daß das irdiſche Haus beſtimmt iſt, ein Abbild des Himmels zu ſein, eine Schule für denſelben, ein Vorhof zu dieſer höheren Heimath.

Und wenn dem ſo iſt, ſo zeigt ſich, was ich oft ge⸗ ſehen habe: Was gut, was recht iſt, was keuſch, was lieb⸗ lich lautet, was auf Schönheit und Lob Anſprüche ma⸗ chen darf, Alles das wird in der Familie erzeugt und entwickelt. Sie ſteht im Leben da, wie ein grünender Baum, der immer höher gegen den Himmel emporwächſt.

Der Norden iſt kalt und ernſt. Die Künſte haben hier nicht ihre Heimath; die Zeit der Blumen iſt kurz. Willſt du ihren Boden ſehen, ſo ſieh Italien, ſieh Frank⸗ reich; willſt du die geweihte Erde des Heimweſens und der Familie ſehen, ſo ſieh Schweden. Siehe überall zwi⸗ ſchen den Bergen und Wäldern dieſe ſtillen Wohnſitze, wo der Menſch ein veredeltes Naturleben genießt, wo im Schooße heiliger und angenehmer Verhältniſſe die ſchwediſchen Nationaltugenden: Gottesfurcht und Tapfer⸗ keit ſich entwickeln.

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