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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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Heimath der Glückſeligkeit.

Wie ſchön iſt's doch, der eignen Hütte Rauch zu ſehen. Franzén.

»Eine Binnenſeebucht, einige waldbewachſene Höhen, zwi⸗ ſchen denſelben Aecker und Wieſen, und an einem Hügel, von wo aus man das Ganze überſchaut, die Wohnſtätte ſelbſt, dieß iſt das Ausſehen Schwedens im Allgemeinen.

Forſell, Statiſtik von Schweden.

»Die Liebe knüpft ſich als Wurzel im Enblichen feſt, ſtrebt aber gegen den Himmel empor und duftet im Lichte für jeden Wanderer; ſie ſteht in der Morgenröthe einer höhe⸗ ren Welt.*

n.

Gibt es wohl eine ſchönere, unſeres glühendſten Dankes würdigere Himmelsgabe, als eine Familie zu be⸗ ſitzen, ein Heimweſen, wo die Tugend, wo Anmuth und

Freude Alltagsgäſte ſind, wo Herz und Auge ſich ſonnen

an einer Liebeswelt, wo der Gedanke belebt und aufgeklärt wird, wo die Freunde nicht blos mit Worten, ſondern mit Handlungen zu einander ſagen:Deine Freude, deine Sorge, deine Hoffnung, dein Gebet ſind auch die meinigen!

Seht, wie in der edlen und glücklichen Familie die verſchiedenen Gaben ſich alle vereinigen, um ein gemein⸗ ſames Element des Guten und Schönen zu bilden, in welchem jedes Mitglied der Familie ſein Leben findet, jede Kraft ihre Entwicklung, jedes Gefühl ſein Verſtändniß und ſeine Beantwortung, und jede reine Luſt ihre Blume. Seht, wie die Thränen ſind gleich dem Himmelsthau, das Lächeln gleich dem Sonnenlicht, welches die Blumen

herauflockt, und die Liebe, die Liebe iſt die geſegnete, die

geweihte Erde, aus drr alle Keime zum Guten und zur Freude herrlich emporſchießen. Seht, wie der Körper (denn auch er iſt dabei betheiligt) herrlich gedeiht bei den harmoniſchen Anordnungen des Heimweſens und den Früchten, welche nicht, wie die des alten Paradieſes, ver⸗ boten ſind.