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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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Sie verneinte dieß. Sie lächelte ihn unter Thrä⸗ nen an. Sie ſagte zu ihm, nur er allein könne ſie glücklich machen allein ſie werden ja nicht auf lange getrennt ſein. Alles, was ſie ſagte, war lieblich, war ärtlich, war gut, war ein wohlthuender Balſam für ſein Herz.

Am ſiebenten Tage verſank Adelaide in einen tie⸗ fen Schlaf. Als ſie nach mehreren Stunden erwachte, erklärte der Arzt, ſie ſei beſſer.

Beſſer? wiederholte Graf Alarich. Er ging hin⸗ aus und zum erſtenmal ſeit dem Abend an ſeiner An⸗ kunft floſſen ſeine Thränen, er beugte ſeine Kniee und dankte Gott.

Als er zu Adelaide zurückkam, ſtreckte ſie ihm ihre Arme entgegen.Ich werde für Dich leben! ſagte ſie.

Sie weinten wie Kinder, aber, o wie glücklich waren ſie auch! Am Abende dieſes Tages begingen die beiden Liebenden die Unvorſichtigkeit, einander die Veranlaſſung zu dem unglückſeligen Mißverſtändniſſe zu erklären, das zwiſchen ihnen eingetreten war. Dieſes Geſpräch befrie⸗ digte ſie zwar, regte ſie aber gleichwohl auf. Daß Gräfin Auguſte unter dem Vorwand, einen Fehler an der Male⸗ rei auszubeſſern, das für Adelaide beſtimmte Portrait an ſich gelockt, hatte dieſe ſchon ſeit einigen Tagen geahnt; ihre ſreventlichen Ränke kennt der Leſer bereits. Allmälig wurde Alles klar vor den Blicken der Liebenden, ſie be⸗ weinten ihre eigenen Fehler, und entſetzten ſich vor den Leiden, die ſie gegenſeitig ausgeſtanden. Die Wirren der Vergangenheit gaben Licht für die Zukunft.

Ich werde nie mehr an Dir zweifeln, meine Adelaide, ſagte Graf Alarich, indem er ſie zärtlich an ſein Herz drückte.Nie, nie mehr werde ich durch finſtern Argwohn Deine unſchuldige Freudigkeit ſtören; o möchte ſie erſt mit Deinem Leben erlöſchen! Meine ſüße Adelaide, meine Lebensblume, meine Freude.

Und wenn ich leben darf, um Dir anzugehören, ſagte Adelaide,ſo will ich nicht mehr ſo kindiſch und

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