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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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du im atruhe Liebe te, den und r Hand n Auge

er dich

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erhebt am Sterbelager deiner Geliebten und ſagt:Du haſt nicht mehr geliebt. deine Liebe war von unwürdi⸗ em Argwohn befleckt durch deine Schuld liegt dein iebling hier, im Begriff in's dunkle Grab zu finken du haſt ſie hinabgeſtürzt, wehe, wehe dem, der nicht recht lieben kann! Und wenn Freunde dich tröſten wollen, wenn die Ge⸗ liebte ſelbſt ihre holdſelige Stimme erhebt und flüſtert:

O klage nicht, es iſt ſo ſchön zu ſterben Und jung zu ſterben, und die Welt

Mit ihrer Luſt zu flieh'n, und dann zu erben Die ew'ge Ruh im Himmelszelt.

Und wenn du dann mit dem Gefühl einer unend⸗ lichen Liebe in deiner Bruſt dem Himmel ſelbſt trotzen mußt, daß er dir ein Glück ſchenke, höher als deine Liebe gegeben haben würde.

Wenn du fie kennen gelernt haſt, dieſe Gefühle be⸗ bender Liebe, der Reue, des Kampfes mit dem Himmel ſelbſt, dann kannſt du dir einen Begriff machen von Ala⸗ rich's Zuſtand, mehrere Tage hindurch, die er wachend an Adelaiden's Bett zubrachte. Sie ſchwebte in der größ⸗ ten Gefahr, Alarichwandte ſeinen Blick nicht von ihr ab, er ſprach nicht, aber aus dem Ausdruck ſeines Geſichts hätte man ſchließen können, er kämpfte mit dem Todesengel, der ſie abholen wollte, Er wollte nicht, daß ſie ſterben ſollte.

Wenn Adelaide im Verlauf dieſer Tage mit Ala⸗ rich ſprach, ſo ſuchte ſie ihn auf ihr Abſcheiden vorzu⸗ bereiten ſie ſprach von der Seligkeit, die ſie in einem ſeligen Himmel genießen werde.

Alarich antwortete:Niemand wird Dich lieben, wie ich, Adelaide. Kann das Glück vergrößert werden, wenn das Band der Liebe zerſchnitten iſt? Kann Dich Jemand verſtehen, ſo wie ich? können die Engel Dir mehr Selig⸗ keit geben, als ich? O Adelaide! Haſt Du der Kraft mei⸗ ner Zärtlichkeit mißtrauen gelernt?.

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