Druckschrift 
Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rä⸗ ſie nge var für

tie⸗ hte,

hin⸗ An⸗ und

ihre ie. aren eiden ſſung das efrie⸗ räfin Nale⸗ ait an ahnt; mälig ſie be⸗ or den en der

laide, n Herz gwohn

ſie erſt

meine

hören, ſch und

261

leichtſinnig ſein, wie früher. Ach, dieſe kurze Zeit des Leidens hat mir ſehr gut gethan. Ich habe in dieſen Tagen mehr und ernſter über das Leben nachgedacht, als in meinem ganzen früheren Leben. Ich will Deine Freude werden, Alarich, aber nicht bloß, wie ich es bis jetzt ge⸗ weſen; ich ahne immer mehr die höhere Schönheit und den höhern Werth des Lebens; Du ſollſt ſie mich vollkom⸗ men kennen lehren. Leite mich, mein Alarich, ich werde Deine gehorſame Schülerin ſein ich werde Dir fröhlich folgen, wohin Du mich führeſt, ich werde

Soll es heute Abend Pfannenkuchen oder Klöße ge⸗ ben? rief ich aus voller Kehle an der Thüre, um in die⸗ ſer mehr empfindſamen, als auf Geneſung berechneten Unterhaltung eine Diverſion zu machen.

Die Kleinen waren bei mir. Sie trugen jede einen Teller. Ich ſelbſt hatte einen vollen Korb mit Kirſchen.

Adelaide rief ihre Schweſterchen zu ſich. Alarich nahm ihnen ihre Teller ab und hob ſie zu ihr hinauf auf's Bett. Sie wurden eine um die andere geküßt und umarmt.

Aber jetzt ſollte Adelaide auch eſſen. Die Kleinen mußten alſo wieder herabgenommen werden.

Darf ich Deinen Teller halten, Adelaide? ſagte Alarich.

Ja, wenn Du einen Fußfall thuſt, antwortete ſie mit ihrem ganzen früheren ſcherzenden Uebermuth.

Du biſt geſund! rief er entzückt, ſank auf ſeine Kniee und hielt ihr den Teller mit den ſchönen hoch⸗ rothen Kirſchen hin. Sie gab bald ihm, bald ſich ſelbſt; ſie ſcherzten, ſie ſchalten, ſie lachten, ſie nahmen einan⸗ der die Kirſchen von den Lippen: ſie ſchienen nicht genug eins werden zu können.

O Liebe: ſüße, weiſe Narrheit!