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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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und rückte auf's Neue mit ihren Verſicherungen heraus, Angelika ſei ſo geſchickt, mehrere Profeſſoren haben ihren Alvus geſehen und gelobt u. ſ. w.

Adelaide, die Angelika's Verlegenheit merkte, machte ſich von ihrer Umgebung los, eilte zu dem Madchen hin, faßte ihre Hand und ſagte:

Kommen Sie mit mir, kommen Sie, ich will Ihnen etwas Schönes zeigen, und mit dieſen Worten führte ſie ſie ſchnell in ein anderes Zimmer. Ich ſolgte ihnen in ein Kabinet, das mit ſchönen Oelgemälden und lebe digen Blumen geſchmückt war.

Hier blieb Angelika ſtehen und indem ſie Adelaide mit einem Ausdruck der Freude und Bewunderung be⸗ trachtete, rief ſie:

Wie ſchön du biſt!

Etwas verwundert, aber mit naivem und unver⸗ ſtecktem Vergnügen antwortete Adelaide:

Meinſt du? das iſt ja luſtig.

Und du biſt eben ſo gut als ſchön. Ich muß dich zeichnen.

Recht gerne.

Papier und Bleifeder lagen auf einem Tiſche. Die Zeichnung wurde alsbald begonnen.

Inzwiſchen verſammelte ſich ein Theil der Geſell⸗ ſchaft im Kabinet. Der blonde junge Mann ſtellte ſich hinter Angelika's Stuhl, um Anelaide zu betrachten, und äußerte ſein Entzucken über ſie:

Ach ſie, die Holde, die Göttliche, ſie wird abge⸗ zeichnet; ich will um das Porträt bitten und es in Kupſer ſtechen laſſen; die ganze Welt ſoll ſehen, wie ſchön und göttlich ſie iſt, und die ganze Welt ſoll ſie anbeten. Ja, ja, die ganze Welt wird ſie anbeten, wie ich.

Schweig, Otto! ſagte AdelaideDu ſtörſt uns. Geh deines Wegs, lieber Otto.

Ich war ſehr neugierig, zu erfahren, wer der liebe Otto war. Er entfernte ſich etwas, aber unter beſtän⸗ digen Ausdrücken der Anbetung.