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ich ſein Auge leuchten; er erbleichte und ſchöpfte tief Athem. Vergeblich bemühte ſich die Gräfin Auguſte, ihn zu zerſtreuen; er hörte ſie nicht.
Ich hatte einen Nachbar, der ebenfalls entzückt, aber eben ſo redſelig war, als Graf Alarich ſtumm. Dieß war der junge, große, blonde Mann, der ſich heute Abend ſchon vorher um Adelaide bemüht hatte. Er kaute an einer Ecke ſeines Nastuchs und rief beſtändig:
„Herr Jeſus, wie allerliebſt ſie iſt! wie bezaubernd, wie entzuckend! iſt ſie nicht das Allergöttlichſte auf Erden? Ach, ich möchte der Schemel ſein, auf wel⸗ chem ſie ſteht! Herr Jeſus, wie lieblich ſie iſt!“
Es folgten noch einige Darſtellungen auf die Seene, die allgemeines Intereſſe erregten. Die Kleinen waren beinahe zu unbändig für Raphael'ſche Engel, ließen ſich aber am Ende doch durch gute Worte und Confektver⸗ ſprechungen bewegen, ihre weißen Händchen zuſammenzu⸗ legen, an die blauen Augen hinaufzu halten und endlich wirklich emporzu heben, wobei ſie zum Entzücken ausſahen.
Nach beendigter Vorſtellung verfügie ſich die Ge⸗ ſellſchaft wieder in den Salon, wetteifernd im Lobe des Geſehenen, und die eine oder andere gelinde Vemer⸗ kung vreisg bend.
Im Salon fing Frau von Palmin auf's Neue an, Angelika rechts und links vorzuſtellen und den Leuten ihr Skizzenbuch unter den abwechſelnden Benennungen Albprunt, Alpis, Alputs, Alba aufzudrängen.
Aber Adelaide ſang und die ganze Geſellſchaft lauſchte ihrer ſchönen Stimme, ihrem einfachen und doch ſo ausdrucksvollen Vortrag.
„Das heißt einmal geſungen,“ hörte ich Graf Ala⸗ rich zu Jemand ſagen.„Das ſpricht zur Seele, man verſteht jedes Wort, denn es wird bedeutungsvoll aus⸗ geſprochen. Und Gott ſei Dank, keine Affektation.“
Adelaide ſchloß und Alles ſammelte ſich um ſie, nur Graf Alarich nicht. Dieſer ſprach mit Angelika. Dieß hielt Frau von Palmin für die günſtigſte Zeit
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