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Jetzt kam plötzlich der Präſident zu mir und flü⸗ ſterte„Könnte nicht Adelaide die Ga⸗ lathea vorſtellen?“
Ich war wie aus den Wolken gefallen über dieſen Vorſchlag, welcher mir mit den Grundſätzen des Prä⸗ ſidenten und ſeiner ſeligen Friederike durchaus nicht zu harmoniren ſchien; als ich aber ſah, daß es ihm Ernſt war, ſagte ich blos:„Ich glaube wohl.“ In demſel⸗ ben Augenblick wandte ſich die Baronin von der be⸗ harrlich ablehnenden Angelika an den Präſidenten, um ſeine Tochter zur Galathea zu begehren.
Die Sache war bald abgemacht. Adelaide ſagte:
„Es wird mir wunderbar vorkommen, todt zu ſein und dann lebendig zu werden. Gott gebe nur, daß ich ernſthaft bleiben kann.“
Die Varonin führte ſie triumphirend fort, und Frau von Palmin rief den eben eintretenden Römer an:
„Ah, Graf Rallrick! Graf Rallrick! Sie als ge⸗ reister Mann und Kenner müſſen dieſen Albus ſehen. Sie können ihn am beſten beurtheilen.“
Er nahm das Buch, blätterte es durch und gab es darauf kalt, ohne eine Miene oder ein Wort des Beifalls zurück.
Augelika ſah es und erröthete tief.
„Nun was fagen Sie, Herr Graf? iſt dieß nicht ein allerliebſter Albus? hat ſie nicht ein außerordent⸗ liches Talent?“ fragte die unermüdliche Barvnin Palmin.
Angelika wurde jetzt von der Baronin G. hinausge⸗ rufen, um bei Galathea's Ausſchmückung zu helfen und ent⸗ ging dadurch der Unannehmlichkeit, folgende Antwort des Grafen hören zu müſſen:„Es iſt ſchwer, aus dieſen Um⸗ ſen etwas zu urtheilen.“ Hierauf that er einige Fragen wegei Angelikas, und als die Baronin Palmin dieſe unter wiederholten Verſicherungen, daß ſie ein außerordentli⸗ ches Talent heſitze und ganz charmant zeichne, beantwortet hatte, ſtand er auf und ging fort.
Nach einer Weile ſetzte er ſich nicht weit von mir


