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hinzu—„erſetzen Sie ihnen dieſe Mutter, prägen Sie ihren jungen Seelen die Lehren ein, welche ſie ihnen gegeben haben würde, leiten Sie die Mädchen nach den vortrefflichen Grundſätzen der Verewigten, worüber Ihnen noch weitere Auftlärung zu geben ich mirzur angenehmen Pflicht machen werde;.. widmen Sie ihnen die Zärt⸗ lichkeit, die mütterliche Sorgfalt...“ Seine Rührung hinderte ihn länger fortzufahren, und er ſchloß ſchnell mit den Worten:„und Sie werden nichts fordern können, was der Dankbarkeit ihres Vaters zu viel wäre.“ Ich antwortete mit gerührtem Herzen und mit dem Ernſt des Willens, deſſen ich mir bewußt war.
„Die Erziehung meiner beiden älteſten Töchter,“ begann der Präſident aufs Neue,„iſt ſo ziemlich vollen⸗ det. Edla iſt zwanzig Jahre alt, Adelaide ſiebzehn. Sie bedürfen nun vor Allem einer leitenden Freundin bei ihrem Eintritt in die Welt. Meine zwei kleineu Lieblinge dagegen, Nina und Mina, müſſen vom ABC anfangen. Sie ſind heut Alle bei meiner Schwägerin über Mittag, und ich erwarte ſie mit jedem Augenblick zurück. Ich ſehne mich ordentlich darnach, ſie Ihnen vorſtellen zu können.
In dieſem Augenblick hielt ein Wagen vor der Thüre an, und wir ſahen die Fräulein ausſteigen. Der Präſident klingelte haſtig, befahl Licht, und mit einem Gefühl, worin ſich Neugierde, Intereſſe und Aengſtlich⸗ keit miſchten, ſah ich dem Eintritt meiner künſtigen Zög⸗ linge entgegen.
„Iſt ſie da? ei, iſt ſie ſchon da?“ hörte ich eine junge und liebliche Mädchenſtimme im Saale ſagen, und bald darauf traten, ein Bedienter mit Licht voran, die vier Fräulein der Reihe nach ein. Die erſte war eine lange, magere Figur mit häßlichem Geſicht und ſteifem, unmuthsvollem Weſen. Sie verneigte ſich froſtig und in der Entfernung. Der Präfident ſtellte ſie mir als Evla vor, ſodann nannte er mir Adelaide, und ein junges, ſchönes Weſen ging lächelnd auf mich zu, und umarmte


