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die draußen auf dem Meere ſind, und ich weiß, daß jede ſtürmiſche Nacht mich ſchlaflos und angſtvoll finden wird. Aber jeden Abend und jeden Morgen will ich Deinen Kindern die Hände zuſammenfalten, und die Seufzer die⸗ ſer Unſchuldigen werden die Dein Haupt bedrohenden Wolken zertheilen und Wind und Wogen beſchwichtigen. O, Wilhelm! meinetwegen ſey außer aller Sorge. Ich bin froh, daß ich lieben, daß ich leiden kann. Aber,“ fuhr ich fort, indem ich Brenners aufgeregtes Gefühl be⸗ feſtigen und dem Geſpräche eine frohere Wendung geben wollte,„Du haſt mir wegen der Erziehung Deiner Kin⸗ der noch keine Lehren gegeben. Ich vermuthe, daß ich ſie keine— Philoſophis lehren darf!“
„Lehre ſie in Gottes Namen, was Du willſt; ja, auch Philoſophie, beſonders die, die Dich zur Meinigen gemacht hat. Lehre ſie, daß die Liebe die ſchönſte Weis⸗ heit iſt. Und nun— muß ich Dich verlaſſen, meine Sophie! Bleibe ruhig hier ſitzen, laß mich zuletzt noch Deine weiße Geſtalt unter dem blauen Himmel, unter den grünen Bäumen ſehen.“ Er nahm mein thränen⸗ feuchtes Taſchentuch, verbarg es auf ſeiner Bruſt und ſagte:„Das ſoll meine„Bethel⸗Flagge“ ſeyn.“ Noch einmal drückte er mir die Hand, noch einmal ſenkte ſich ſein treuer Blick in meine Augen, in die Tiefe meines Herzens hinab. Dann entfernte er ſich mit großen Schrit⸗ ten. Unten am Strome kehrte er ſich, ehe die Häuſer
ihn verbargen, noch einmal um, ſah zurück und nickte
mit der Hand ein Lebewohl. Er war meinen Blicken entſchwunden. Langſam ging ich nach Hauſe.
Lennartſon war gegangen, um an Vord der Fregatte von ſeinem Freunde Abſchied zu nehmen. Meine Stief⸗ mutter und Selma umringten mich. Die erſtere war dennoch und ſichtbar ein wenig unzufrieden. Aber ich öſſnele nun Beiden mein Herz und ließ ſie Alles ſehen, was es ſeit einiger Zeit bewegt hatte.
Ich hatte den etwas egviſtiſchen Genuß, meine Selma Thränen darüber vergießen zu ſehen, daß ich ſie verlaſſen
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