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Ein Tagebuch : vier Theile / von Friederike Bremer
Entstehung
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brauchen wir nichts wegen der Zukunft zu beſchließen. Wir können uns ja Beide beſinnen, bis du wieder heim⸗ kommſt. Vielleicht findeſt du in Afrifa irgend eine Schön⸗

Stille da! Was ſind das für Albernheiten?! Aber wenn ich nicht wieder heimkomme? Meine Reiſe kann lange dauern, kann gefährlich, ſtürmiſch werden Wenn ich nicht wiederkehre?

Dann bleibe ich hier, als Mutter deiner Kinder, bis an mein Ende.

Sophie! rief Brenner aus,du biſt ein Engel. Auf den Knieen danke ich dir für dieſe Worte, dieſen Wil⸗ len. Aber, ich kann's dennoch nicht annehmen. Es iſt ein Opfer, es iſt unvernünftig

Nun! So laß Vernunft und Verſtand fahren! rief ich aus.Wer wird noch lange nach dieſen fragen, wenn einmal das Herz weggegeben iſt?

Und nun lag ich am Herzen des Vikingers, in ſei⸗ nen Armen. Er nannte mich ſein und forderte die ganze Welt heraus, uns zu trennen. Er ſteckte mir einen Ring an den Finger, führte ſeine Kinder in meine Arme und ſagte ihnen, daß ich ihre Mutter werden ſollte, und ſtellte mich als ſeine Braut der Frau Trollmann vor, die vor Erſtaunen den Kaffeetopf fallen ließ.

Und nun begleite ich dich nach Hauſe! rief er end⸗ lich aus.Ich muß es der ganzen Welt ſagen, daß du mein biſt.

Der Vikinger iſt etwas ſtürmiſch in ſeiner Seligkeit, dachte ich. Aher er mag ſeinen Willen haben. Wie wird dies meine Stiefmutter frappiren!

Am Arme des Vikinger trat ich nun den Heimweg an. Mein Herz war ühervoll und es machte mir große Freude, die rollenden Wogen in demſelben zu belauſchen. Als er aber gerade vor der Naſe der Wache(der Naſe der Wache auf dem Schiffsholm) mir die Hand küßte, mußte ich ihn bitten,mich nicht zu erponipen und ſich nicht wie ein Seeräuber aufzuführen.