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Ein Tagebuch : vier Theile / von Friederike Bremer
Entstehung
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unterſcheiden ſich darin von den allgemein menſchlichen, daß ſie die Seele durch die häufigen Schmerzen, die ſie in jedem Augenblicke gebären, niederbeugen.

Ich bin der glücklichſte Mann! ſchreibt in einem vertraulichen Brieſe ein anderer König, der noch jetzt eine der edelſten Kronen Europa's trägtSie werden nicht viele finden, die nach einer dreiundzwanzigjährigen Bekanntſchaft und einer neunzehnjährigen Ehe das Herz ihrer Gattin ebenſo göttlich, ihre Augen eben ſo himm⸗ liſch finden, als in den erſten Tagen der Liebe.

Den 15. Mai.

Frau und Fräulein Commerzienräthin! Das Fräu⸗ lein warf ſpähende Blicke umher, machte bedenkliche Mienen und that verſchiedene beluſtigende Fragen, als:

Nun? Wann ziehen Sie nach Tornea? Hat Fräu⸗ lein Selma nicht Luſt zu einem Buche, das den Titel führt:Anweiſung zu einer einfachen Kochkunſt? Ich glaube, das könnte nöthig ſeyn. Soll ich es dem Fräu⸗ lein kaufen? Es koſtet bloß ſechszehn Schillinge Bankv.

Nachmittags war Kaffeeraths⸗Sitzung, zwiſchen zwei glücklichen Müttern, meiner Stiefmutter und Frau Ritterſwärd.

Der erſte wolkenfreie Tag im Monat Juni ſoll über Ake Sparrſköld und Helfriede Ritterſwärd's ehliche Ver⸗ bindung ſcheinen.

Warum ſonſt ſpreche ich von Allem dieſem, als um das, woran ich ſo eben denke, vergeſſen zu ſuchen?

Der Vikinger wird am Sonntag Abend unter Se⸗ gel gehen. Sein jüngſter Knabe ſoll noch bettlägrig ſeyn. Wäre es möglich, daß Brenner mich vor ſeiner Abreiſe nicht ſehen, mir nicht Lebewohl ſagen ſollte?

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