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über Flora's Benehmen und über Selma's und Lennart⸗ ſon's Glück. Sie war in großer Hoftracht und ſo ſchön und glänzend, daß ich nicht unterlaſſen konnte, zu ſagen: „Signora Luna iſt ja in ihrem vollen Glanze und muß eine ſtrahlende Bahn betreten wollen.“ Sie warf mir ei⸗ nen jener Blicke zu, die die Tiefe eines ſtillen Leidens offen⸗ baren und ſagte:„Ach! nicht Alles iſt Gold, was glänzt und die ſtrahlende Bahn————
Baron Alerander näherte ſich ihr und ſagte:„Ich muß Dich erinnern, liebe Freundin, daß es faſt neun Uhr iſt. Es iſt Zeit, bei Hofe zu erſcheinen. Es wird heute recht brillant werden.“
„Und ich,“ ſprach ſeine Frau leiſe zu mir, während ſie aufſtand,„ich werde in dieſer Nacht, wie in ſo mancher andern Nacht mit Tegner ſeufzen:
„Sage mir Wächter, ob noch kein Ende die Nacht hat? Will denn ſie allein, gar nicht gewinnen ein End'?“
„Aber, wie?“ ſagte ich,„iſt es denn nicht unter⸗ haltend, zuweilen in der Nähe des Schönen und Glän⸗ zenden zu ſeyn und das Lehen im Paradekleide zu ſehen?“
„Das wäre es allerdings,“ ſagte Signora Luna,„zu⸗ mal da man mit manchen angenehmen und ausgezeich⸗
neten Perſonen in Berührung kommt———, wenn nur das Herz leicht wäre! Aber———— wie Wenige
ſind, die mit leichtem Herzen durch's Leben gehen? Vielleicht iſt es ſo eben gut; man könnte ſonſt zu leicht⸗ ſinnig werden,“ Sie lächelte wehmüthig, winkte mir zu und verſchwand im Schatten des großen Alerander. Häusliches Glück oder Unglück! Das iſt es, was mehr als Alles Andere die Looſe der Menſchen aus⸗ gleicht, und oft die Hütte neben den Pallaſt, den Tag⸗ löhner neben den König ſtellt, und einen unermeßlichen Unterſchied im Leben und Glücke der Mächtigen macht. „Häusliche Sorgen“— ſchreibt klagend ein König, der bexeits vom irdiſchen Schauplatze abgetreten iſt—


