* 262
faßt habe, der einzige Weg iſt, der mir zum Frieden, zum Glücke übrig bleibt. Niemand, der mich lieb hat, wird mich davon abzubringen verſuchen. Gerne möcht' ich meine Selma noch einmal wiederſehen, gerne noch einmal in das reine Antlitz, in die ſchönen, hellen Augen ſchauen, aber ich muß ihr den e des Abſchieds erſparen—— —— ſie hat ſchon genug um meinetwillen gelitten! Doch dieſen Kranz hier(und ſie löste den Kranz weißer Roſen aus ihren Locken), den ſollſt Du, Sophie! auf iht Bett, ihr zu Füßen legen und ſie bitten, ihn als Andenken an ihre Flora zu behalten und zu tragen. Ich weiß, daß ich ei⸗ nes ſo reinen Andenkens nicht werth bin; aber ich weiß auch, daß ihre Seele kein anderes von mir bewahren kann, ehne zu leiden.“
„In Selma's Briefe habe ich auch zu ihrer Mutter geſprochen. Grüße auch Du ſie. Grüße Alle, von denen Du glaubſt, daß ſie meiner freundlich gedenken, und ſage ihnen, daß ich blos darum ſo insgeheim abreiſe, um ihnen den Abſchied und ſeine Schmerzen zu erſparen. Und jetzt muß ich eilen. Felir erwartet mich; meine Sachen und mein Mädchen ſind bereits am Bord; ich will mich ſchnell umkleiden und dann— Sophie! willſt Du mich zum Hafen begleiten?“
„Bis an's Ende der Welt, wenn Du es wiliſt!“
ſagte ich. „Dank! Du haſſeſt mich alſo nicht mehr?“ „Dich haſſen? Ich liebe, ich bewundre——“
„Still! ſtill! verdirb meine Tugend nicht!“
Mit dieſen Worten war ſie verſchwunden. Bald war ſie reiſefertig und ich bereit, ſie zu begleiten. Es war ein ſchöner friſcher Morgen, voll Leben und Frühling.
Unter ernſtem, aber frohmüthigem Geſpräche gelang⸗ ten wir zum Hafen. Unſer Abſchied war voll einigender Herzlichkeit. Flora blieb ſtark und ſtandhaft, und erſt, als ich ihr weißes Taſchentuch nicht mehr aus der Ferne win⸗ ken ſah, verließ ich den Strand. Mein Herz war beklom⸗ men. Als ich mich aber wieder unſerer Wohnung nä⸗
herte 1 getrage da ſchi Seele: und S Jubelg
V Selma Karin. duld d gels m thun h
O ſchön, thräner Sterber lichen Elender bedeckſt herrlich in den ſen wö uns zt ſcheinen
A zückend, auch di Regen des Lel
Heimatl


