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Kindheit auf zerſplittert wurden und ſich nicht mehr zu etwas Ganzem ſammeln können!“
„Ach! Auch ich bin in der Wurzel zerſplittert und etwas Ganzes werde ich wohl nimmer werden. Wie ein Traum aus einem beſſern Leben werde ich durch's Leben gehen, vielleicht blos, um vor etwas Gegenwärti⸗ gem zu warnen, um auf ein beſſ'res Künftiges aufmerk⸗ ſam zu machen!“
„Sieh' es tagt. Siehe, wie die Welt helle wird! Oh, gewiß wird die Dämmerung der Menſchheit auch mehr und mehr ſich erhellen! Gewiß wird die Vorſtellung von dem großen Zwecke des Lebens, vom wahren Werthe des Men⸗ ſchen immer lebendiger im Menſchenherzen werden! Ge⸗ wiß wird das Weib nach ſeiner menſchlichen Würde immer mehr geachtet und die Wahrheit ſeines Weſens erkannt wer⸗ den. Und dann, wenn es ſo erkannt iſt, wenn es ſeinen wahren Standpunkt in der bürgerlichen Geſellſchaft als Menſch und Mitbürgerin gewonnen hat, dann wird es auf's Neue eine Mutter Gottes werden für die Erde und aus ſeinem Schooße wird eine neue und veredelte Menſch⸗ heit hervorgehen.“
Das Feuer der Begeiſterung glänzte in ihren Augen, brannte auf ihren Wangen, blitzte aus ihrem beredten Munde: ſie war unbeſchreiblich ſchön. Auch die uns um⸗ gebende Seene war ſchön. Die Sonne ging eben auf und warf ihre erſten Strahlen auf die höchſten Punkte. Die Spitzen der Kirchthürme flammten, die Berge rötheten ſich, die Fenſter des Schloſſes glühten. Ein ſanftes Säuſeln voll Frühlingsleben wehte durch die Bäume auf dem Felde und bewegte die Pappeln am Strome; die Wimpel der Schiffe flatterten luftig im Morgenwinde und geſchwellt vom ſteigenden Waſſer des Mälar brausten die ſchäumen⸗ den Wogen des Stroms prächtiger als je durch die Bögen der Norrbrücke und jubelnde Lerchen ſtiegen darüber em⸗ por und ſchweeweiſe Meerſchwalben tauchten hinein.
Schweigend betrachteten wir, Flora und ich, das ſtei⸗ gende Licht und Leben. Endlich richteten ſich ihre Augen
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