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liegt tief in der Heimath meiner Kindheit und Jugend verborgen, in dem Einfluſſe, der meine Wiege umgab, der mich bis in mein zwanzigſtes Jahr begleitete. Meine Mutter war eine gutmüthige, aber ſchwache und eitle Frau, mein Vater ein harter und hochmüthiger Mann, der alle Frauen verachtete, vielleicht weil er in ſeiner Umgebung keine fand, die er recht hochachten konnte. Unfriede herrſchte im Hauſe und nur darin ſtimmten die Eltern zuſammen, ihre Kinder blos für den Schein, nur dafür zu erziehen, daß ſie repräſentiren und in der vor⸗
nehmen Welt ihr Glück machen könnten. Früher ſtritten—
in meiner Seele Eitelkeit und Herrſchſucht mit edleren Lei⸗ denſchaften. Aber dieſe mußten jenen weichen. Das Herz, daß für einen edlen Zweck ſich hätte begeiſtern können, mußte für ein elendes und unedles Streben ſchla⸗ gen, und alle die Gaben, die einem großen Endzwecke hätten dienen können, mußten in den Dienſt der Eitelkeit treten. O Loos, o Schickſal des Weibes!
„Schon in der Kindheit wurde mein Serz⸗ wenn es mir geglückt war, in Geſellſchaften die Aufmerkſamkeit und Bewunderung der Anweſenden zu erobern, durch Lob, Schmeicheleien und Geſchenke vergiftet. So ging es die ganze Zeit meiner Jugend fort. Und eine große Parthie zu treffen, eine glänzende Stellung in der Welt zu ge⸗ winnen, das wurde mir als einziger Lebenszweck vorge⸗ ſteckt. Auch lebte ich mich immer mehr in dieſe Richtung hinein: ich ſuchte blos meine immer unmäßigere Eitelkeit zu befriedigen. Die Gaben, die die Natur mir verliehen, begünſtigten mich und ich ſiegte lange Zeit, wo ich nur wollte. Aber übermüthig verwärf ich die leichten Siege, verwarf es bald, den Abſichten meiner Eltern zu dienen. Ich lebte für mein Vergnügen. Daß ich dabei ein paar redliche Männer unglücklich machte, ſchnicht te nur mei⸗ Eigenliebe. Ich ſelbſt blieb kalt. Da traf ich St.
Orme. Du weißt, wie ſein Ruf, ſeine Talente, ſeine Pereichtet mich bezauberten. Zum erſtenmale lernte ich Liebe und ſeine Huldigungen ſchmeichelten mei⸗
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