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Selma kehr⸗ d nur armes Blu⸗ t, den dieſer s nie⸗ Lieder arme fra⸗ a iſt, ihrer chrie⸗ auch
hrem Dok⸗ Haar
h ihr auſe pfen.
war
Den 21. April.
Wiederum eine Nacht voll unausſprechlicher Unruhe und Angſt. Doktor L. glaubt nicht, daß ſie noch vier⸗ undzwanzig Stunden leben wird, wenn nicht etwa eine glückliche Kriſis eintreten ſollte.
Eisnächte heißen in Schweden gewiſſe Nächte um Johannisfeiertag, in denen ein Froſt ſich einſtellt und über die blühende. Erde den kalten Odem haucht. Oft iſt er tödtlich und zerſtört in wenigen Stunden die Hoffnung des Jahres. Der Himmel iſt klar, die Luft rein, und wenn die Sonne aufgeht, erglänzt das Saatfeld im rein⸗ ſten Silberkleide. Aber es iſt ein Todesgeſchmeide, ein Eisgewand, unter deſſen Umhüllung das Leben der blühenden Aehre erſtarrt iſt.
Auch das Menſchenleben hat ſolche Eisnächte. Da ſterben die Jungen, Fröhlichen, Blühenden und Glück⸗ lichen, die, denen nicht das Herz allein abſtirbt, die dem Schickſale der Aehre auf dem Acker entgehen, ohne Saft und Kraft zu leben auf der Erde zurückbleiben zu müſſen! Selma, du junge, du gute! Kaum kann ich den Wunſch ausſprechen, du möchteſt am Leben bleiben! Denn immer deutlicher höre ich in deinen Phantaſien das Geheimniß deines Herzens, dein ſtilles Leiden.— Aber wenn du heimgehſt, wie öde———.
Etwas ſpäter. Gs ſcheint eine Veränderung mit Selma vorzugehen. Sie liegt noch im Fieber; aber ihre Phantaſien klären fi auf. Sie meint jetzt, ſie müſſe ſterben, und hat mi


