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ſtrafen, um mich zu rächen Ha aber nimm Dich in Acht!————— da nimm meine Hand, nimm ſie und——— meinen ewigen Haß!“
„Ich nehme ſie und deinen Haß! Es hat mich zu⸗ weilen amüſirt, die Gleichgültigkeit zu bezwingen,— nun bekomme ich ein Gelüſte, den Haß zu zwingen, ſich in Liebe zu verwandeln. Ich folge darin blos der Lehre des Chriſtenthums————— Topp, ſchöne Braut. Am Sonntage werden wir dreimal in der Kirche ausge⸗ rufen und über acht Tage halten wir Hochzeit. Du gefällſt mir wegen des ſchönen Kampfes und deines ra⸗ ſchen Entſchluſſes. Das verdient wohl einen Brautkuß!“ Und er ſchloß ſie hiermit gewaltſam in die Arme und ſie küßten ſich. So umarmen ſich Geiſter der Hölle! 8
In ſich zuſammen ſchaudernd, und mit einem gräß⸗ lichen:„Hu!“ kam Flora wieder zu ſich. St. Orme war verſchwunden.— In dieſem Angenblicke erſchien Selma unter der Thüre und winkte mir ſchweigend.
Ich ging zu ihr und ſie flüſterte haſtig:
„Brenner iſt hier! Er wollte St. Orme treffen, der, wie er hörte, hier ſei. In der Angſt habe ich ihm Etwas von unſern Angelegenheiten und dem Zuſammen⸗ treffen verrathen, das ich zwiſchen Lennartſon und St. Orme fürchte. Er ſcheint ein ſolches dadurch verhüten zu wollen, daß er ſich zuerſt mit St. Orme duellirt. Ich hatte Mühe, ihn zurückzuhalten, bis das Geſpräch beendigt ſei und er den Ausgang deſſelben von Dir erfah⸗
ren könne. Komm' und ſprich mit ihm. Sage uns, wie es ſteht!“ Sie führte mich zu Brenner, der im Kabi⸗ nette meiner Stiefmutter war. Ich traf ihn in der heftigſten Stimmung und ſo ſtark gegen St. Orme ein⸗ genommen, daß ich ihm nothgedrungen ſagte, wie die Sache ſich gewendet hatte, und daß ich geſtehen müßte, wie ich zweifelhaft ſei, ob Flora verdiene, daß Männer, wie Brenner und Lennartſon Leben und Blut für ſie ein⸗


