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„Willſt Du mit mir gehen, Sophie? Ich will nicht mehr allein mit dieſem Manne ſeyn. Aber ich will noch einmal mit ihm reden— will das Aeußerſte ver⸗ ſuchen.“
Ich ging mit Flora. St. Orme wartete im äußern Zim⸗ mer. Er ſah ruhig und entſchloſſen aus und ging auf Flora zu, um ihre Hand zu ergreifen. Stolz wich ſie zurück und warf einen vernichtenden Blick auf ihn. Er be⸗ trachtete ſie kalt und ſagte dann:
„Ich ſehe, wie es ſteht. Du wirſt es auch wohl einſehen. Gut! Was ſagſt Du dazu? Aber— können wir nicht ohne Zeugen mit einander ſprechen?“
„Nein! denn ich will mit einem Menſchen, wie Du biſt, nicht mehr allein ſeyn.“
„Ah, ah! das lautet ſtrenge! Nun wohl! Du haſt Dich ſelbſt anzuklagen, wenn Etwas bekannt wird, was Du wohl lieber geheim gehalten haben möchteſt!“
„Du biſt ein niedriger Verläumder, Adrian St, Orme!“
„Flora Delphin! Laß uns Schimpfworte vermeiden—
wenigſtens bis auf Weiteres; für jetzt helfen ſie zu Nichts.— Wir wollen aufrichtig und vernünftig mit einander ſprechen. Wir wollen die Sachen anſehen, wie ſie in ihrer nackten Wahrheit ſind. Was hilft es Dich, Dich gegen die Nothwendigkeit zu ſperren? Du haſt keinen beſſern Freund, als mich, Flora, was ich auch dadurch beweiſe, daß ich Dir ungeachtet Deiner Launen treu bin. Ich bin immer ehrlich und offen gegen Dich zu Werke gegangen, ſelbſt darin, daß ich Dir geſagt habe, Du müſſeſt mein werden, daß ich Himmel und Hölle aufbieten werde, um Dich zu hindern, meineidigzu werden. Meine Liebe und Denkungsart ſind von andern Gehalte, als die gewöhnlicher Menſchen,— ſie gehen höhere Bahnen und haben höhere Zwecke. Mein Wille geht nicht mit dem Winde und dem Wetter; was ich will, das will ich, und————“
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