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als Lennartſon eintrat. Meine Stiefmutter unterrichtete ihn von dem Vorhaben.—„Und was hat Flora geant⸗ wortet?“ fragte er kurz und ſchnell ſich an ſie wendend.
„Ich habe verſprochen, mit St. Orme zu fahren,“ er⸗ wiederte Flora, obwohl ſie es offenbar nicht ohne Beklem⸗ mung that,„ich wüßte nicht, warum ich ein ſo unſchul⸗ diges Vergnügen abſagen ſoll.“
„Es iſt mir Leid, Flora,“ ſagte Lennartſon ſanft, ob⸗ wohl ernſt,„aber ich muß Dich bitten, es abzuſagen.“
„Es iſt mir Leid, Lennartſon,“ entgegnete Flora trotzig, „daß ich Deinem Wunſch nicht entſprechen kann. Ich habe St. Orme bereits mein Verſprechen gegeben und mein Herr Vormund wird mich doch wohl nicht zwingen, mein Ver⸗ ſprechen zu brechen?“—„Für dieſesmal muß ich darauf beſtehen, daß Du ein übereiltes Verſprechen zurücknimmſt. Ich habe meine Gründe dazu, die ich jetzt nicht ſagen kann. Mit Einem Worte: Flora darf nicht mit St. Orme fahren.“
„Darf nicht!“ rief Flora mit flammenden Angen. „Wer will mir es verbieten?“
„Ich!“ ſprach Lennartſon ruhig, aber beſtimmt.
Es gab eine Zeit, wo ich glaubte, den Befehl eines Mannes an eine Frau nicht hören zu können, ohne daß mein Herz ſich in Bitterkeit und Haß in der Bruſt empö⸗ ren würde. Aber dießmal hörte ich einen ſolchen Befehl und blieb ruhig. Ich fühlte die ganze Kraft einer edlen Macht.
Flora fühlte ſie auch: ſie ſagte nichts, ſondern ging ſtille bei Seite an's Fenſter. Lennartſon unterhielt ſich ei⸗ nige Zeit mit meiner Stiefmutter und mir, als ob nichts vorgefallen wäre.— Als ich wieder nach Flora ſah, ſaß ſie und nähte; ſie war bleich, ernſt, gleichſam verwandelt. Nach einer Weile ging Lennartſon an's Fenſter, an dem ſie ſaß und ſetzte ſich ihr gegenüber, nahm ihre, nur halb widerſtrebende Hand und ſeine Augen ſuchten die ihrigen. Aber ſie ſah nur um ſo tiefer auf ihre Arbeit nieder. Plötz⸗
lich fielen ein paar helle Thränen auf dieſe und Lennartſon
flüſterte:„Flora.“— Sie erhob das Haupt und blickte
ihn mit Augen voll Liebe an.— Lennartſon betrachtete ſie
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