den wilden Meeresvogen, im Kampfe Lor Algiers Mattern
in den Gefechten mit Arabern und Kabylen auf Afrika's heißem Boden, überall lernten die Franzoſen eine der ih⸗ rigen gleiche Tapferkeit leine größere iſt unmöglich) bewun⸗ dern und eine Menſchlichkeit gegen überwundene Feinde ſchätzen, die ſie an ihm ſelber minder kennen.
Später begleitete Brenner einige franzöſiſche Gelehrte auf der gefährlichen Reiſe in's Innere Afrika's; und erſt nach einer ſiebenjährigen Abweſenheit ſah Brenner ſein Vaterland wieder, wo er mit Ehre und Hochachtung em⸗ pfangen wurde. Bald fand ſich eine Gelegenheit, wo er ſich als Seeoffizier auszeichnen konnte und er ſtieg ſchnell iin Dienſte.— Der nächſte Gebrauch, den Brenner von ſeinem im Kriege erworbenen Vermögen machte, war, ſeine Schulden in der Heimath zu bezahlen. Endlich war er Niemand mehr etwas ſchuldig, weder Geld noch Geldes⸗ werth.— Aber eine Schuld hatte er doch auf ſeinem Herzen und dieſe ſehnte er ſich, abzutragen. Bei ſeiner Abreiſe hatte er ein armes Mädchen von niederer, aber ehrlicher Abkunft und edlem Sinne, zurückgelaſſen, das er leidenſchaftlich geliebt hatte, ein Gefühl, das ſie in gleichem Maaße für ihn hegte. Mit heiligen Schwüren
hatte er ihr gelobt, wiederzukehren und ſie zu ſeiner Gattin zu machen. Jahre vergingen und ſelten nur
flog eine Taube aus dem glühenden Afrika über das nebligte Europa hin, das Herz der Einſamen zu tröſten. Armuth, Kummer und Krankheit hatten auf ſchreckliche
Weiſe das junge blühende Mädchen verwandelt. Sie wußte
das und zog ſich, dem kranken Vogel ähnlich, der eine
dunkle Stelle des Waldes ſich auswählt, da zu verendeu,
ganz von der Welt zurück und beſchloß, für ihn, den ſie liebte, todt zu ſeyn. Aber er ſuchte ſie auf und fand ie. Doch hätte er ſie beinahe nicht mehr erkannt, und nur an der Liebe, die bei ſeinem Anblick aus ihrer Stimme und ihrem Blicke hervorbrach, ſah er, daß ſie dieſelbe, daß ſie ihm treu war. Er drückte ſie an die Bruſt und ergriff
ihre Hand, um ſie zum Altare zu führen. Aber ſie wei⸗
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