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dene Uebertretungen der Geſetze erforderten ſtrenge Ahn⸗ dung, der er Trotz, ſogar Gewalt entgegenſetzte, weswe⸗ gen er endlich von Karlsberg relegirt wurde. Seine Ange⸗ hörigen behandelten ihn nun mit Härte und Geringſchätzung, was Brenner's ohnedies leidenſchaftliches Weſen vollends aufreizte. Er hielt ſich beſchimpft vor der Welt, ſah ſeine Zukunft gefährdet und ſtürzte ſich, um ſich zu zer⸗ ſtreuen und zu betäuben, in immer wildere Unordnungen. Als er ſein Vermögen durchgebracht und überdies noch Schulden hatte, hob er ſeine Hand zerſtörend gegen ſein eigenes Leben auf. Aber eine andere Hand hlielt die ſeinige, riß ihn vom Rande des Abgrunds zurück, und dieſe Hand war die— Thorſten Lennartſons. Er leuchtete in Brenner's verwilderte Seele, zeigte ihm die Zukunft offen und ließ ihn fühlen, daß ſein Schickſal noch in ſeiner Hand liege und die Achtung der Geſellſchaft und der Frieden der Seele nicht für immer für ihn ver⸗ loren ſey.— Aber nicht nur mit leeren Worten griff Lennartſon rettend in Brenner's Schickſal ein. Es traf dieſer Zuſtand Brenner's gerade mit jener Epoche zuſam⸗ men, wo Frankreich gegen die Barbaresken⸗Staaten aus⸗ zog. Lennartſon brachte die Verwandten Brenner's dahin, daß er an dieſem Feldzuge Theil nehmen konnte, und rüſtete ihn aus ſeiner eigenen, in damaliger Zeit nichts weniger als gefüllten Kaſſe aus. Lennartſon hatte Brennern richtig beurtheilt und ihn gerettet.
Bei kraftvollen Naturen liegt zwiſchen Verzweiflung und Heroismus nur Ein Schritt. Mit einer Locke von Lennartſon's Haaren auf der Bruſt und deſſen Bild tief im Herzen eilte der junge Brenner auf einer Bahn fort, wo Gefahren aller Art ihn zum Kampfe herausforderten. Ihm kam es darauf an, mehr als Länder und Völker zu erobern, ihm war daran gelegen, die Ehre wieder zu er⸗ obern, ſeine eigene, ſeines Freundes, ſeines Vaterlandes Achtung wieder zu gewinnen. Und mit freudiger Kühnheit ſetzte er ſein Leben an dieſen Zweck. Der junge Schwede theilte Gefahren und Lorbeeren der Franzoſen: und auf


