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Abende vorher ausgeſprochen hatte. Der Vikinger ſagte: „Es gibt wohl ſchwerlich Jemand, der beſſer von den Frauen denkt, aber auch Niemand, der ſtrenger in ſeinen Anforderungen an ſie iſt. Die Bewunderung und Liebe, die ſeine Mutter ihm eingeflößt hat, ſcheint den Grund dazu gelegt zu haben.“— Meine Fragen lockten manche Erzählungen aus der Kindheit und Jugend des Frei⸗ herrn hervor, die ich zu folgendem Gemälde verwoben habe.— Lennartſons Vater war General und ein hef⸗ tiger Mann, der außerdem noch einen unregelmäßigen Lebenswandel führte. Alle Sorgen für die Kinder und ihre Erziehung fiel daher der Mutter zu, einer edlen und höchſt gebildeten, aber körperlich ſchwächlichen Frau. Der älteſte Sohn, unſer Lennartſon, war in ſeinet Kind⸗ heit ſehr ſchwächlich und dabei reizbar. Die Mutter widmete ihm die größte Sorgfalt, nicht eine blinde ver⸗ zärtelnde, ſondern eine zärtlich erziehende, die bei aller Liebe kräftig macht.— Oſt ſaß die ſanfte Mutter am Bette des Knaben, erzählte, oder las ihm von Män⸗ nern vor, die durch Geiſtes- und Willenskraſt die Ge⸗ prechlichkeiten ihres Körpers überwanden, Wohlthäter des Volkes wurden und weiten Ruhm verbreiteten. Be⸗ ſonders gerne verweilte ſie bei den großen Männern des Vaterlandes, jenen Starken und Frommen, welche durch die Vereinigung dieſer beiden Eigenſchaften den Grundzug des ſchwediſchen Volkscharakters darſtellten.
Begierig lauſchte der Knabe dieſen Worten, ſeine Bruſt öffnete ſich großen Gedanken, und die ſo mit Heldenmark genährte Seele richtete bald den ſchwäch⸗ lichen Körper auf, der gleichzeitig auch durch zweckdien⸗ liche Uebungen geſtärkt wurde, ſo daß in einem Alter von achtzehn Jahren Lennartſon die meiſten ſeiner Geſpielen an Gewandtheit und Kraft übertraf. Balb ſah die Mutter den lebenskräftigen Geiſt ihres Sohnes in ſeinem Reich⸗ thum, aber auch in ſeinen Gebrechen ſich erſchließen. Der junge Lennartſon hatte nemlich den heftigen unbeugſamen Sinn ſeines Vaters geerbt. Die Härte des Vaters gegen
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