nge.“ Flora
aus ugen hende s ich
ich.“
üms.
h ge⸗ higen utter mich t ge⸗ „zu t das meine
vürde ſtens
s für Wirk⸗ en!“ r di⸗ fuhr
nach Bein⸗ daß en zu n zu ancta
33
„Sancta Philoſophia dürfte Dich doch einſt eines Andern belehren,“ antwortete ich ernſthaft, und meine Stiefmutter, die zuweilen zu fürchten ſcheint, es könnte mit dem Haſſe zwiſchen Flora und mir Ernſt werden, eilte, das Geſpräch durch die Mittagsmahlzeit auf ein anderes Thema zu bringen, wobei Selma's fröhlicher Scherz uns Alle in heitere Laune verſetzte. Flora und ich bemerkten verſchiedenes Beluſtigende über unſern „Haßvertrag“ und ſetzten noch mancherlei Klauſeln und Paragraphen bei. Meine Stiefmutter ſtreute Lachen und Scherz hinein. So wie die Sachen jetzt ſtehen, glaube ich, daß wir recht muntere witzige Leute ſind, denen die Unterhaltung nie ausgehen kann.
Den 12. Nov.
Unſer Alltagsleben nimmt immer wechſelndere Geſtal⸗ tung vor meinen Blicken an. Es gibt viele Zerſtreuung, und ich bin froh, daß ich mich in mein einſames Zimmer zurückziehen kann. Die jungen Mädchen vertändeln ihr Leben, aber auf ſehr ungleiche Art. Flora iſt veränder⸗ lich in ihren Lannen, manchmal auch verdrießlich. Die geringſte Widerwärtigkeit bringt Sturm. Selma da⸗ gegen hat eine goldene Laune; ihr ganzes Weſen iſt harmoniſch: man ſieht dies an ihrem leichten, anmuthi⸗, gen Gange, man hört es an ihrem fröhlichen Trillern, das ihre Gegenwart im Hauſe verkündigt, während ſie die verſchiedenen Haushaltungsgeſchäfte beſorgt, oder an den Revolutionen Flora's Theil nimmt, oder für die Fremden beſorgt iſt, die täglich das Haus beſuchen. Die Dienerſchaft gehorcht ihr mit Freuden, da ſie ſtets freund⸗ lich zu ihnen ſpricht und ihre Anordnungen zeugen von Klugheit. Selbſt der Philoſoph wird bei ihrem Anblick freundlich. Mit einem Worte, ſie iſt des Hauſes Leben und Sonnenſchein. Das Einzige, was mir an ihr ſtö⸗ rend ſcheint, iſt eine oft hervorbrechende, zu ſatyriſche Laune, die bisweilen in— ſoll ich ſagen Bosheit?— übergeht.


