was 46 liche eine was egel ſie. nußt ielen und ſind tzten eher, rklich hin ihre wie:
geneh⸗ eiſter⸗ nachte. wäh⸗ e. An Schu⸗ e, der wärd's elma's s Tode e Zeer⸗ höhern
27
Ausbildung ihrer Tochter ſuchten. Hier hatte ſie die Bekanntſchaft des Freiherrn Lennartſon gemacht, der ihr auch nach dem dort erfolgten Tode ihres Vaters Troſt und Stütze wurde. Mit kindlicher und brüderlicher Zu⸗ neigung nahm er ſich der beiden betrübten Frauen an und führte ſie als treuer Geleitsmann in ihr Vaterland heim. Selma ſprach mit inniger Rührung von Allem, was er für ſie gethan.— Gegen Abend kamen St. Orme und der junge Delphin. St. Orme ſchenkte Flora ein ſchö⸗ nes Armband, worüber ſie ſehr entzückt war und es St. Orme ſelbſt an ihren Arm befeſtigen ließ; darauf hob er den Arm empor, küßte ihn, und Flora— duldete es. Selma ſah dieß mit unruhigem Blicke und erröthete.
Wir theilten uns dieſen Abend in drei Parthieen. Felir und Selma warfen Federnball und ſpielten im Vorgemache Komödie; ihr Scherzen und Lachen tönte von da zu uns herüber; Flora ließ die Funken ihres Witzes vor dem Envoyé leuchten, der ſie durch ſeine Satyre belebte, während er ſie ſichtbar beherrſchte und das Geſpräch leitete, was mich beluſtigte, obgleich ich ſeine geheimen Anſpielungen und den Aerger, den dieß manch⸗ mal bei Flora hervorrief, nicht begriff. Meine Stief⸗ mutter ließ ihr Licht vor mir leuchten und weihte mich in die Stellungen und Verhältniſſe im Staate ein. Ich ſchien erbaut davon, lieh aber mein Ohr allen drei Par⸗ thien zugleich und machte nur dann und wann eine weiſe Bemerkung zu den Anſichten meiner Stiefmutter, während ich mit ſibylliniſchem Ernſt die Karten legte, um im Buche des Schickſals zu leſen. Wäre ich doch keine würdige Tochter der Heimath der Zauberkünſte— Finnlands—, wenn ich nicht in dem Kaffeewahrſagen und Kartenſchla— gen bewandert wäre. Freilich war ich nie eine ganz würdige Schülerin der berühmten Liboria, die mich ihre Kunſt lehrte, und habe die Karten nie mit ihrer Andacht und ihrem Geiſte gelegt, aber— kurz und gut, es macht mir Unterhaltung, das Spiel des Schickſals aus den
3—


