der ie⸗ Ze⸗
im
als en⸗
ach om mer elit. än⸗ ern chen aus net, nen. var⸗ cher, wel⸗ ach⸗ gern
war einer and
um
rief wie⸗ önig i du
In uder, ufge⸗ thend
25
an. Oh! meine Schweſter! Aber ich weiß nicht, ob ich Dich dem jungen Delphin gönne. Sein ausgezeich⸗ net hübſches und auch gutmüthiges Geſicht hat einen gewiſſen unbehaglichen Zug, der von einem unorbent⸗ lichen Lebenswandel zeugt.— Leiſe ſagte der Envoyé Etwas zu meiner Mutter, worüber ſie die Farbe wech⸗ ſelte, mit einem unruhigen Blicke aufſtand und in ſeiner egleitung auf ihr Zimmer ſich zurückzog.
Ich verließ das junge, heitere Kleeblatt bei der Entwerfung von Vorſchlägen zu den Vergnügungen des Tages und der Woche, und ging hinauf in mein Zim⸗ mer. Die Ausſicht von da iſt herrlich und gibt mir Gelegenheit, an einem freien, weiten Horizonte das Spiel von Licht und Schatten, von Wolken und Azurblau zu betrachten, das der Wölbung über unſerm Haupte ſoviel Leben und Abwechslung bietet.
Unſre Wohnung ſiſt auf dem Blaſieholm, gerade au der Gränze des Baumfeldes, wo der Delagardi'ſche Pallaſt mit ſeinen Thürmen Jahrhunderte lang ſtand und in einer Nacht niederbrannte. Von meinem Fenſter aus ſehe und höre ich das Rauſchen des hreiten Stroms, der die Stadt von dem Norrmalm trennt, und an deſſen Ufern ſo manche blutige Schlacht vorfiel; ſehe den Hafen, die Schiffbrücke, das königliche Schloß mit dem Löwen⸗ berge, weiter unten die Norderbrücke und über dem Heil'gen⸗ geiſtholm drüben das blaue Waſſer des Mälar und die ſüdlichen Berge. Ueber die Häuſermaſſen der verſchiedenen Holme ſtreben kühn die Spitzen der Kirchthürme in die Höhe. Zur Linken habe ich die St. Katharinen⸗, zur
Rechten die St. Jacobikirche, und weiter weg gerade vor mir den föniglichen Garten mit den reichen Alleen, und wollte ich Alles herzählen, was ich von meinem Fenſter aus ſehe und beherrſche, ich würde gar nicht zu Ende kommen. Und in meinem Zimmer habe ich meine Pinſel, meine Bücher und— mich ſelbſt.
Friederike Bremer, Tagebuch.
60


