Druckschrift 
Ein Tagebuch : vier Theile / von Friederike Bremer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hinge⸗ meine Aus⸗ s Ge⸗ r faſt durch⸗ ndem e ſich zte ſie n es für e ent⸗ e De⸗ Durch vegen, auf⸗

aſſelbe Klei⸗ hmack roßen Das Allem r mit chwe⸗

Aber ie ich aubte n Ge⸗ gdes eben⸗ meine lphide d be⸗ t zwi⸗

aber

17

weichen Bande: und dieſe Sylphide, dieſe zweite Taglioni war Selma! Bei ihrer Erſcheinung läßt die Span⸗ nung nach, die Erbitterung hört auf, die Feinde machen Chaine und ich ſank in einen erquikenden, ſüßen Schlaf, der mich die ganze Welt vergeſſen ließ. Heiter bin ich erwacht. Und nun, während Alles noch ſtill im Hauſe iſt und vom Tanze auszuruhen ſcheint, will ich meine vergangenen und gegenwärtigen Verhältniſſe etwas näher beleuchten. Mit meiner Stiefmutter hatte ich zwei ſehr ungleiche Perioden durchlebt. Die erſte will ich

die Periode meines Götzendienſtes

nennen. In einem Alter von eilf Jahren ſah ich meine Stiefmutter zum erſtenmal, und wurde für ſie bis zur Anbetung eingenommen. Dies dauerte bis zu meinem fünfzehnten Jahre, wo ich von ihr getrennt wurde. Bit⸗ tere Tage verlebte ich in dieſer Zeit meines Götzendienſtes; denn nie wohl iſt ein goldnes Idol bei den Gebeten ſeiner Verehrer tauber und ſtummer geblieben, als meine Stiefmutter gegen meine Liebe es war. Zudem hatte ich als Kind eine ſehr heftige Gemüthsart, und mein ganzes Weſen war ein Gegenſatz von dem Schönen und Angenehmen, das meine Stiefmutter ſo hoch ſchätzte und von dem ſie unter Anführung vieler Citate aus den Ro⸗ manen der Madame de Genlis beſtändig ſprach. Ich wurde mit den Zauberinnen, die in dieſen Romanen vor⸗ kommen, verglichen, und im Verhältniß auf dieſelbe Art behandelt. Mit Einem Worte: meine Stiefmutter konnte mich nicht gut leiden, und ich Madame Genlis und ihre mir ſo qualvollen Grazien nicht. Ach, das ſonnen⸗ ver rannte, auf Finnland's Steppen aufgewachſene, wilde Mädchen, deſſen Leben im Wald und auf der Haide, zwi⸗ ſchen Bergen und Strömen und unter Träumen verfloſſen war, die eben ſo wild und wunderbar waren, als die Natur ſelbſt, in der es aufwuchs, dieſes Mädchen war in der That nicht geſchaffen, in einem Salon zu glänzen oder die franzoſiſchen Grazien darzuſtellen. Aus ſeiner Kind⸗