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Streit und Friede oder Scenen aus Norwegen : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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Suſanna neben ihre Gebieterin gelegt, die ſie in ihren Armen hielt und das junge erblaßte Geſicht mit Thränen bedeckte.

Das Erwachen.

Das Leben ſiegte, wie aus Grabesnacht

Zu neuem Daſein bin ich aufgewacht

Im Arm der Liebe, die mich treu gepflegt. Rein.

Monate vergingen und das Leben war für Suſanna nur ein iiitit Traum. In den Phantaſien des Fieberwahns durchlebte ſie die Eindrücke der Gebirgsreiſe ih einmal und in noch ſchwärzeren Farben. Sie ſah die Unterirdiſchen in ſchrecklichen Geſtalten in der Schnee⸗ wüſte ſie umraſen; es war ihr, als wollten ſie Berge von Schnee und Eis über ſie zehſſen um ſie zu erſticken. Suſanna kämpfte mit verzweiſel ter inſtrengung gegen ſ denn ſie wußte, daß wenn ſie eilag, diejenigen Menſche

die ſie liebte, ihren Schutz verloren und in die Gewalt

der Unterirdiſchen fielen und deßhalb warf ſie den Kobol den jeden Schneehaufen, die ſie über ſie herſchleuderten, mit doppelter Heftigkeit zurück. Endlich begehrten die Unterirdiſchen zu parlamentiren und verſprachen ihr, wenn ſie gutwillig mit ihnen komme, ſo wollen ſie ihre Freunde in Ruhe laſſen und ſogar mit Glück und Reichthümern überhäufen. Da kämpfte Suſanna nicht knge und den ſchönen Himmel, die Erde mit ihren grünen Thä⸗ lern und den geliebten Menſchen, die ſie nicht mehr ſehen ſollte, beweinend, ließ ſie ſich ſtumm von den Kobolden in ihre unterirdiſchen Wohnungen führen und erduldete dort unſägliche Qualen. Doch war ſie froh, für die⸗ jenigen leiden zu können, die ſie liebte, und aus der fin⸗ ſtern, kalten Tiefe, wohin ſie verurtheilt war, ſandte ſie